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Kann Cannabis bei Arthrose helfen?

Arthrose und Cannabis

Arthrose ist die häufigste Ursache für eine Behinderung bei älteren Erwachsenen, die nicht nur zu Schmerzen und eingeschränkter Mobilität führt, sondern auch zu einer Vielzahl anderer Erkrankungen, darunter Angst und Depressionen und einer schlechten Lebensqualität. Die Behandlung von Arthrosesymptomen ist auch ein häufiger Grund, warum sich viele PatientInnen medizinischem Cannabis zuwenden. Bisher gab es keine klinischen Studien, die die Wirksamkeit von Cannabis bei der Behandlung von Arthrose nachweisen, aber Studien, die die Rolle des Endocannabinoid-Systems sowohl in der Pathophysiologie der Arthrose als auch als mögliches therapeutisches Ziel für zukünftige Arthrosemedikamente hervorheben, deuten darauf hin, dass Cannabis als zugelassene Behandlungsoption von Arthrose näher sein könnte als viele denken. Darüber hinaus ist Cannabis zu einer akzeptierten, sicheren Alternative für Menschen mit chronischen Schmerzen geworden, was ein entscheidendes Merkmal bei Arthrose ist.

Das ECS und Arthrose

Der Nachweis, dass es bei der Entwicklung von Arthrose einen engen Zusammenhang zwischen dem körpereigenen Endocannabinoid-System (ECS) und seiner Rolle als potenzielles therapeutisches Ziel gibt, hat Wissenschaftlern, die sich mit Open-Access-Medikamenten beschäftigen, ein neues Forschungsfeld eröffnet.

Das Endocannabinoid-System wurde Anfang der 1990er Jahre entdeckt, als Forscher herausfinden wollten, wie Tetrahydrocannabinol (THC), die psychoaktiven Bestandteile von Cannabis, auf den Körper wirken. Dabei wurden zwei Hauptklassen von Rezeptoren entdeckt: CB1-Rezeptoren, die sich vor allem im Gehirn und im zentralen Nervensystem befinden, und CB2-Rezeptoren, die hauptsächlich im Immunsystem und in peripheren Nervenendigungen, vorkommen. 

An diese Cannabinoid-Rezeptoren binden Fettsäureliganden, die als Endocannabinoide bezeichnet werden. Die am besten untersuchten sind Anandamid und 2-AG, können aber es gibt auch noch die verwandten endogenen Verbindungen Arachidonsäure (AA), N-Palmitoylethanolamin (PEA) und N-Oleoylethanolamin (OEA). Diese Endocannabinoide werden bei Bedarf produziert, wenn ein Ungleichgewicht im Körper festgestellt wird und nach ihrer regulierenden Wirkung durch Enzyme (FAAH und MAGL) wieder abgebaut.

Das ECS ist von Natur aus adaptiv und dynamisch und verändert sich bei den meisten pathologischen Zuständen, einschließlich Schmerzen. Dazu können Veränderungen in der Expression von Cannabinoid-Rezeptoren oder deren Agonisten, Anandamid und 2-AG gehören. Dies ist jedoch eine Schutzfunktion, da der Körper versucht, das Fortschreiten der Krankheit zu verhindern

Bisher wurden die meisten Studien, die die Rolle des ECS bei Arthrose untersuchen, an Tiermodellen, meist Nagetieren, durchgeführt. Obwohl diese einen starken Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen ECS und Arthrose geben, lassen sich die Ergebnisse der Studien nicht unbedingt beim Menschen replizieren. Tatsächlich konnte eine der wenigen klinischen Studien am Menschen zur Funktion des Endocannabinoid-Systems bei Arthritis (bei der das Enzym, das für den Abbau von Anandamid im Körper verantwortlich ist, blockiert wurde), die schmerzlindernden Ergebnisse aus den Tierstudien nicht wiederholen. 

Allerdings wurden durch Studien an Mäusen und Ratten einige nützliche Hinweise auf die Rolle des ECS bei Arthrose gefunden. Im Rückenmark von Ratten mit Arthrose im Kniegelenk wurde eine erhöhte Konzentrationen von Anandamid, 2-AG und den verwandten Verbindungen PEA und OEA gefunden. Eine weitere Studie ergab eine verminderte CB1- und CB2-Expression in der Lendenwirbelsäule von Mäusen mit Arthrose, was eine Reaktion auf ein stimuliertes ECS sein könnte.

Aber wie sieht es beim Menschen aus? Obwohl es viel einfacher ist, die Stimulation des Endocannabinoid-System bei Nagetieren zu messen, wurde in einer Studie herausgefunden, dass ArthrosepatientInnen eine hochregulierte CB1- und CB2-Expression sowie einen erhöhten 2-AG-Spiegel hatten, was auf eine Verbindung zwischen dem ECS, Arthrose und den höheren Depressionsraten der PatientInnen hindeutet.

Könnte es dann sein, dass eine Dysregulation der Endocannabinoide zum Biomarker der Zukunft wird und ÄrztInnen auf die Krankheit aufmerksam machen kann, bevor Gelenkschäden entstanden sind? 

Ein weiteres sicherlich spannendes Forschungsgebiet ist die Entwicklung von Medikamenten, die auf das ECS abzielen, um Arthroseschmerzen zu reduzieren. 

Vor allem die Rolle des CB2-Rezeptors, von dem bekannt ist, dass er bei Aktivierung eine entzündungshemmende Wirkung hat, ist laut Wissenschaftlern besonders vielversprechend, da er eine entscheidende Rolle bei der Modulation von Arthrose spielen kann. In einer Studie führte eine Erhöhung der CB2-Expression zu einer Verringerung der Gelenkschmerzen, während die Stimulation von CB2-Rezeptoren bei Ratten mit Arthrose das schmerzbezogene Verhalten reduzierte. Es wurden sogar Mäuse ohne CB2-Rezeptoren gezüchtet und dabei kam raus, dass ihre Arthrose schwerer war als die der Kontrollgruppe. 

Die Aktivierung von CB1-Rezeptoren scheint auch den nozizeptiven Arthroseschmerz zu unterdrücken, was mit Hilfe eines synthetischen CB1-Agonisten im Nagetiermodell entdeckt wurde.

Cannabis, das ECS und Arthrose

Da das ECS inzwischen ein anerkanntes therapeutisches Ziel für Arthrosemedikamente ist, bietet dies eine weitere Grundlage für den Einsatz von Wirkstoffen aus der Cannabispflanze zur Behandlung von Arthrosesymptomen.

Die Cannabispflanze enthält mehr als 144 Inhaltsstoffe, die als Cannabinoide bezeichnet werden – davon wurde wahrscheinlich Tetrahydrocannabinol (THC) am häufigsten untersucht. THC ist ein partieller Agonist für CB1- und CB2-Rezeptoren, was erklären könnte, warum Cannabis schmerzlindernd wirkt. Interessanterweise wurde in einer Neuroimaging-Studie am Menschen herausgefunden, dass THC eher die Unannehmlichkeiten durch die Schmerzen reduziert und nicht das Schmerzempfinden selbst verändert.

THC ist aufgrund seiner psychoaktiven Wirkung nicht immer gut verträglich, deshalb wurde es in einigen Schmerzstudien am Menschen mit dem ungiftigen Cannabinoid Cannabidiol (CBD) kombiniert. 

CBD wirkt nicht nur dem durch THC verursachten High entgegen, sondern wirkt auch schmerzlindernd und entzündungshemmend – und zwar durch Mechanismen, die nicht das ECS beeinflussen. Es wird jedoch angenommen, dass CBD indirekt die Stimulation des Endocannabinoid-Systems beeinflusst, indem es das Enzym FAAH hemmt, das für den Abbau von Anandamid im Körper verantwortlich ist, was zu einer weiteren entzündungshemmenden Wirkung führen kann. 

Tatsächlich wurde in einer präklinischen Studie an Ratten herausgefunden, dass die entzündungshemmende Wirkung von CBD Schmerzen und Nervenschäden im Zusammenhang mit einer Arthrose verhindert.

Klinisch nachgewiesen

Bisher haben Cannabinoide am Menschen die beste Wirksamkeit bei der Bekämpfung neuropathischer Schmerzen gezeigt, obwohl Einzelfallberichte aus der ganzen Welt darauf hindeuten, dass Cannabis auch bei chronischen Schmerzen im Allgemeinen wirksam ist. 

Bezüglich Arthrose ist die klinische Forschung begrenzt, obwohl derzeit zwei Studien zu Cannabinoiden bei Arthrose durchgeführt werden.

In der ersten, einer randomisierten, doppeltverblindeten und placebokontrollierten Studie wird die Verwendung von verdampften Cannabinoiden bei einer Arthrose des Kniegelenks untersucht. Dabei werden verschiedene Verhältnisse von THC und CBD an 40 Probanden auf Sicherheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit der verschiedenen Kombinationen getestet. 

In einer zweiten Studie, ebenfalls randomisiert und placebokontrolliert, wird CBD zur Behandlung einer Arthrose der Handgelenke bei 180 ProbandInnen geprüft.

Haftungsausschluss

Inhalte auf The Cannigma dienen nur zu Informationszwecken. Sie sind kein Ersatz für professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Vor Beginn einer Behandlung mit Cannabis sollten Sie sich immer von einem Arzt mit Erfahrung mit medizinischem Cannabis beraten lassen.

Über Arthrose

Überblick

Während Arthritis in über 100 verschiedenen Formen auftritt, ist Arthrose die häufigste und betrifft schätzungsweise 350 Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Alle Arthritisarten verursachen Schmerzen und Entzündungen in den Gelenken, aber sie haben unterschiedliche Ursachen und weitere Symptome. Mit zunehmendem Alter erleben unsere Gelenke zwangsläufig Abbauprozesse, die zu arthrotischen Veränderungen führen können.  

Eine Arthrose liegt vor, wenn die Gelenke durch einfache Abnutzungsprozesse im Laufe des Lebens geschädigt sind. Die am stärksten betroffenen Gelenke sind in der Regel diejenigen, die am häufigsten verwendet wurden, meist gewichttragenden Gelenke, obwohl sie in jedem Gelenk im ganzen Körper auftreten können.

Arthrose ist am häufigsten in den Knien, den Hüftgelenken, der Wirbelsäule und den Händen zu finden. Am häufigsten ist die Kniearthrose, von der 50% der Erwachsenen irgendwann im Leben betroffen sind, gefolgt von einer Arthrose der Hüftgelenken, von der jeder vierte Mensch bis zum Alter von 85 Jahren betroffen ist, während einer von 12 Menschen über 60 Jahren eine Arthrose der Handgelenke entwickelt.

Symptome

Die Hauptsymptome einer Arthrose sind schmerzhafte, steife Gelenke, die auch schmerzen, wenn man sie bewegt. Die Betroffenen bemerken, dass ihre Gelenke schmerzen, wenn sie sie sanft drücken und beobachten, dass das Gewebe um das Gelenk herum anschwillt. 

Viele Menschen mit Arthrose können nicht mehr den vollen Bewegungsumfang ihrer Gelenke nutzen. Sie spüren, wie die Knochen aneinander reiben, besonders im Knie, und hören, wie sie bei Bewegung knacken. Einige Betroffene spüren auch Knochensporne, das sind harte Knochenverdickungen, die sich um das betroffene Gelenk bilden.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn Sie über mehrere Wochen schmerzende und steife Gelenke haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie sie die Schmerzen und Beschwerden lindern und mobil und unabhängig bleiben können.

Diagnose

Um eine Arthrose zu diagnostizieren, wird Ihr Arzt Ihnen Fragen zu Ihren Symptomen und Ihrer Krankengeschichte stellen. Er wird eine gründliche körperliche Untersuchung durchführen, einschließlich der Überprüfung all Ihrer Gelenke auf Steifigkeit, Schmerzen, Schwellungen und Bewegungsumfang/Flexibilität. 

In der Regel werden auch einige oder alle dieser Tests durchgeführt:

  • Ein MRT (Magnetresonanztomographie) liefert ein detailliertes Bild der Knochen und Weichteile und kann Bereiche mit beginnenden Arthroseschäden aufzeigen.
  • Eine Röntgenuntersuchung zeigt Knochendeformitäten und Knorpelverlust, der sich anhand eines engeren Spalts zwischen den Knochen der Gelenken erkennen lässt. 
  • Bei der Analyse der Gelenkflüssigkeit wird das betroffene Gelenk betäubt und dann mit einer Nadel etwas Flüssigkeit aus dem Gelenkspalt entnommen. Der Arzt untersucht die Flüssigkeit auf Kristalle oder Gelenkverschleiß und testet sie auf Anzeichen von Entzündungen, um andere medizinische Erkrankungen wie Gicht oder Infektion auszuschließen.
  • Bluttests können keine Arthrose aufzeigen, aber durch sie lassen sich andere Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis und andere Gelenkerkrankungen ausschließen.

Ursachen

Zwischen unseren Knochen befinden sich Gelenke, damit wir unsere Finger, Gliedmaßen und Wirbelsäule bewegen können. Diese Gelenke werden durch eine Knorpelschicht am Ende jedes Knochens gepolstert, damit er sanft an allen anderen Teilen der Gelenke vorbei gleitet. Im Laufe des Lebens wird dieser Knorpel abgenutzt und/oder degeneriert. Dadurch reiben die Enden der Knochen gegeneinander, was zu Schwellungen, Schmerzen und Problemen beim Bewegen des Gelenkes führt. 

Knochen- oder Knorpelstückchen können abbrechen und sich um das Gelenk herum anlagern. Die Entzündung, die durch das Gegeneinanderreiben der Knochen entsteht, produziert Proteine, sogenannte Zytokine, und Enzyme, die den Knorpel noch mehr abbauen. 

Wenn die Knochen aneinander reiben, schädigt dies die Knochen, das Bindegewebe, das das Gelenk zusammenhält und die Muskeln an den Knochen befestigt, sowie das gesamte Gewebe um das Gelenk. 

Es gibt einige Faktoren, die die Entwicklung einer Arthrose wahrscheinlicher machen oder den Prozess beschleunigen. Dazu gehören:

  • Übergewicht. Je mehr Sie wiegen, desto mehr Druck liegt auf Ihren gewichttragenden Gelenken, insbesondere auf Knie- und Hüftgelenken. Fettgewebe produziert auch Proteine, die Entzündungen in den und um die Gelenke verursachen und den Knorpel noch weiter schädigen. 
  • Wiederkehrende Belastung. Wenn Sie eine Sportart ausüben oder eine Arbeit verrichten, bei der Ihre Gelenke immer wieder gleichförmig belastet werden, fördert dies die Knorpelschädigung in diesen Gelenken.
  • Vererbung. Wenn einer Ihrer Angehörigen Arthrose hat, ist es etwas wahrscheinlicher, dass auch Sie diese Erkrankung bekommen. 
  • Alter. Je älter Sie sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie eine Arthrose entwickeln.
  • Geschlecht. Frauen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit für Arthrose als Männer, obwohl die Wissenschaft nicht weiß, warum das so ist. 
  • Stoffwechselerkrankungen. Diabetes, Hämochromatose (eine Erkrankung, bei der zu viel Eisen im Körper eingelagert wird) und verschiedene andere Stoffwechselstörungen können die Wahrscheinlichkeit einer Arthrose erhöhen.
  • Gelenkverletzungen. Selbst wenn die Verletzung viele Jahre zurück liegt und vollständig verheilt ist, besteht immer noch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in diesem Gelenk Arthrose bekommen. 
  • Knochendeformitäten. Wenn Sie mit fehlgebildeten Gelenken oder schlechtem Knorpel geboren werden, entwickeln Sie eher eine Arthrose.
  • Bewegungsmangel. Längere Zeiträume der Inaktivität können zu einem Fortschreiten der Arthritis und einer Gelenk- und Knochendegeneration führen.

Behandlung

Arthrose ist eine chronische und oft fortschreitende Erkrankung, die nicht heilbar ist. Es gibt jedoch Möglichkeiten, um die Symptome einer Arthrose zu lindern. Viele Menschen ignorieren ihre Arthrose oder gehen nicht zum Arzt, weil sie glauben, dass ihnen sowieso nicht geholfen werden kann. Dabei ist es wichtig, so viel wie möglich zu tun, um die Symptome einer Arthrose zu reduzieren und um mobil zu bleiben. 

Unbehandelt können die Schmerzen und Beschwerden der Arthrose zu Einsamkeit führen, da Betroffene soziale Situationen vermeiden, früher als geplant in Rente gehen und einen sitzenden Lebensstil, der zu anderen Gesundheitsproblemen wie Herzerkrankungen oder Diabetes führt, etablieren. 

Physikalische Therapie und Bewegung

Obwohl die Betroffenen sich aufgrund ihrer Gelenkschmerzen am liebsten so wenig wie möglich bewegen wollen, ist es wichtig, dass sie in Bewegung bleiben. Ein schonendes Training in Kombination mit Physiotherapie stärkt die gelenkstützende Muskulatur und entlastet das Gelenk. Sanfte Dehnungseinheiten und Übungen zur Verbesserung des Bewegungsumfangs lockern steife Gelenke und halten sie so geschmeidig wie möglich. Bei Arthrose werden besonders Tai-Chi und Yoga empfohlen.

Ergotherapie

Ergotherapeuten können Ihnen Hilfsmittel empfehlen, mit denen Sie die Alltagsaufgaben, die Schmerzen und Beschwerden verursachen, erledigen können. Sie schlagen auch Mobilitätshilfen und Anpassungen vor, damit Sie länger unabhängig bleiben. 

Gewichtsabnahme

Wenn Sie übergewichtig sind, kann eine Gewichtsabnahme dafür sorgen, dass der Druck auf Ihre Gelenke reduziert wird, was wiederum Ihre Schmerzen und Beschwerden lindert.

Medikamente

NSAIDs wie Aspirin, Advil (Ibuprofen) und Aleve (Naproxen) reduzieren Entzündungen und lindern die Schmerzen bei Arthrose. Sie können sie als Tabletten einnehmen oder in Form eines Gels direkt auf das schmerzhafte Gelenk auftragen. 

Analgetika sind alle Arten von Schmerzmitteln, die die Schmerzen durch die Arthrose lindern, so dass Sie Ihren normalen Alltag leben können.

Wenn orale Medikamente nicht wirken, können Sie auch eine Kortikosteroid oder eine Hyaluronsäure-Injektion bekommen. Kortikosteroide sind starke Entzündungshemmer, die das Immunsystem unterdrücken, wodurch die Schwellung reduziert wird und eine sehr gute Schmerzlinderung erreicht werden kann. Sie führen jedoch zu anderen Nebenwirkungen wie Knochenschwund, erhöhtem Blutzucker und einer Vielzahl anderer Probleme, so dass Sie sie maximal drei- bis viermal im Jahr bekommen können. Hyaluronsäure ist eine Flüssigkeit, die auch natürlich in den Gelenken vorkommt und sie schmiert, aber bei Arthrose ist sie nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden. 

Operation 

Wenn die Arthrose fortgeschrittener ist, kann auch eine Operation die Lebensqualität verbessern.  

Wenn die Gelenke stark geschädigt sind, kann eine Gelenkprothese eingesetzt werden. Dabei bekommen Sie ein neues Gelenk aus Kunststoff und Metall, das sich geschmeidig an den Platz des alten Gelenks einfügt. Eine Operation birgt ebenfalls viele Risiken und Komplikationen und ist fast nie die einzige Lösung. Auch Gelenkprothesen können sich lösen oder abnutzen. 

Natürliche und alternative Therapien

Es gibt viele alternative, natürliche und pflanzliche Therapien, die den Schmerz der Arthrose lindern können. Zum Beispiel:

  • Wärme und Kälte. Durch Wärme entspannen sich die Muskeln und verringert sich die Steifigkeit. Kälte lindert die Schmerzen in den Muskeln nach dem Training.
  • Akupunktur und Massagen lindern die Schmerzen und Steifigkeit in den Gelenken.
  • Entspannungstechniken und Meditation verbessern Ihren Gemütszustand, wodurch Sie die Arthroseschmerzen besser ertragen können.
  • Capsaicin ist ein Chili-Extrakt, das direkt auf das schmerzende Gelenk aufgetragen wird, um Entzündungen und Schmerzen zu lindern, aber es kann auch Hautirritationen verursachen.

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