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Die vielen Arten Cannabis zu konsumieren

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Der wichtigste Aspekt Ihres Cannabiskonsums ist bei weitem die Qualität der Blüten.

Sicherzustellen, dass ihr Cannabis pur und frei von Zusätzen ist (organischer Anbau, sauber verarbeitet etc.), ist von höchster Bedeutung für alle, die Cannabis konsumieren und eine positive, unverfälschte Wirkung erzielen möchten. Wenn diese Rahmenbedingungen erfüllt sind, ist Cannabis in der Lage auf seine natürliche Art und Weise zu wirken: Mit dem Endocannabioid-System zu interagieren und die physiologischen Körperfunktionen ins Gleichgewicht zu bringen.

So effektiv, wie medizinisches Cannabis sein kann, hat es dennoch einen potentiellen Nachteil: Bioverfügbarkeit oder engl. ‚Bioverfügbarkeit’. Dieser Fachausdruck beschreibt, in welcher Geschwindigkeit und Menge die Wirkstoffe im Blutkreislauf und den Organen angelangt.

Beispielsweise könnte es sein, dass beim Konsum von einem Gramm Cannabis nur die aktive Wirkung eines Zehntels der Cannabinoide in Ihren Blutkreislauf gelangt. In anderen Worten liegt die ‚Bioverfügbarkeit’ von Cannabis in manchen Fällen bei nur 10%. Diese kann aber stark variieren zwischen „2 und 56% auf Grund unterschiedlicher, oft personenspezifischer Rauchgewohnheiten“.

Das ist nicht zwingend schlecht: Zwar hat der Transport der aktiven Wirkstoffe des Cannabis durch das Rauchen seine Vorteile, dennoch gibt es für Patienten, welche große, spezifische Dosierungen benötigen eventuell bessere Darreichungsformen.

Dieser Artikel behandelt die vielen unterschiedlichen Darreichungsformen von Cannabis. Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass die regulierenden Gesetze diesbezüglich von Land zu Land variieren. So sind beispielsweise in den Niederlanden nahezu alle cannabishaltigen Produkte auch ohne ärztliches Rezept legalisiert, während medizinisches Cannabis in Frankreich immer noch illegal ist. Die meisten europäischen Länder vertreten jedoch eine recht liberale Position: So sind CBD-haltige Cannabisprodukte in den meisten EU-Ländern auch ohne Rezept zu erwerben und medizinisches Cannabis auf Rezept zu beziehen. 

Darreichungsformen: 3 Kategorien, unzählige Produkte

Anwendungsmethoden Cannabis

Es gibt drei Kategorien, in die die unterschiedlichen Darreichungsformen unterteilt werden. Medizinisches Cannabis kann inhaliert, eingenommen oder produktspezifisch äußerlich angewendet werden. Jede dieser Anwendungsformen hat sein Für und Wieder und bietet eine ganze Reihe unterschiedlicher Produkte. 

Inhalation

Die Inhalation ist die populärste Methode Cannabis zu konsumieren und das wahrscheinlich aus guten Grund. Es ist zufriedenstellend, einfach und beruht auf vielen guten Erfahrungen. Gewiss fanden die Menschen antiker Zeiten bereits Spaß am bloßen verbrennen von Etwas. 

Durch das Inhalieren von Cannabis gelangen dessen Gase auf direktem Wege in die Lunge, von wo aus die Wirkstoffe in den Blutkreislauf gelangen. So wirkt Cannabis auf diese Art beinahe unmittelbar – eine Erfahrung, die Inhalation so populär macht. 

Produkte zum Cannabis Inhalieren

smoking medical marijuana
(Shutterstock)

Aufgrund der großen Popularität des Inhalierens, gibt es zahlreiche Produkte für die Inhalation. Diese Produkte lassen sich in zwei Unterkategorien ordnen: Produkte, die man raucht und Produkte, die man ‚verdampft’ (engl. vaporize).

Die rauchbaren Produkte sind die ältere Kategorie und wohlmöglich auch die facettenreichere. Cannabis kann auf viele Weisen geraucht werden: Es kann in einen ‘Joint’ oder ‘Blunt’ gerollt, in einer Pfeife oder Bong platziert und auf viele weitere Arten geraucht werden. Im Regelfall werden die Cannabisblüten zerkleinert (entweder mit der Hand, einer Schere oder einem speziellen ‚Grinder’) bevor es in dem Medium der Wahl platziert und verbrannt wird. 

Cannabis zu rauchen kann über die Zeit aber die Lunge belasten. Im Gegensatz zu Tabak wurde der Rauch von Cannabis zwar nicht als Risikofaktor für Lungenkrebs eingestuft, dennoch weist eine Studie eine starke Korrelation nach. Auch wenn die Karzinogene des Cannabisrauchs möglicherweise durch die tumorbekämpfende Wirkung von THC ausgekontert werden, gibt es wohl gesündere Varianten als das Rauchen. An diesem Punkt kommt das verdampfen durch einen ‚Vaporizer’ ins Spiel.

Im Laufe des letzten Jahrzehnts erlangte das Verdampfen von Cannabis immer größere Popularität. Heutzutage umfasst das Angebot große, tragbare Vaporizer, als auch kleinere Vaporizer – diese werden ‚vape pen’ genannt. Unabhängig von der Größe funktionieren Vaporizer wie kleine Öfen: Sie erhitzen die Cannabisblüten bis zu einer Temperatur bei der die Cannabinoide, Terpene und weitere Inhaltsstoffe verdampfen – der Rest der Blüte wird aber im Gegensatz zum Rauchen nicht vollständig verbrannt. Im Vergleich zum Rauchen ist das Verdampfen eine schonende und für viele angenehmere Methode.

Eine weitere Option ist das Rauchen oder Verdampfen von Cannabiskonzentraten. Auch in diesem Feld entwickelte sich über die Jahre ein großes Angebot. Oft haben ‘Wasser-Bongs’ eigens gefertigte Vorrichtungen, um Cannabis-Öl oder -Wachs zu konsumieren.

Die Pharmakologie des Inhalierens

Während das Rauchgefühl eher sanft wirkt, ist das Verdampfen mit einem ‚Vaporizer’ tatsächlich die Methode mit der höchsten Rate an Wirkstoffen, die tatsächlich im Blutkreislauf angelangen (‚Bioverfügbarkeit’). Mehrere Studien belegen, dass beim Verdampfen mindestens 34% der Wirkstoffe in den Blutkreislauf gelangen. Nach Dr. Ethan Russos Buch ‚Cannabis Therapeutics in HIV/AIDS’ ist die Rate an Terpenen und Cannabinoiden, die in den Blutkreislauf gelangen, äquivalent – in der Welt der medizinischen Cannabisforschung sind das exzellente Werte.

Sobald diese 30-35% der Wirkstoffe in den Blutkreislauf gelangen, überschreiten sie schnell die Blut-Hirn-Barriere, wo THC und CBD euphorisierende Effekte zeigen. Erhöhte Bindungen der Wirkstoffe an den CB1-Rezeptor führen zu einer beruhigenden, glückseligen Wirkung. So ist es kein Wunder, dass das Rauchen oder Verdampfen bei den meisten Patienten eine sehr entspannende Wirkung hat.

Aufnahme über die Nahrung

Die Nahrungsaufnahme von Cannabis ist die zweite der meist genutzten Methoden. In diesem Fall werden die Wirkstoffe über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Hier gibt es zwei verbreitete Methoden: Das Essen von medizinischen Cannabis in unterschiedlicher Form und die sublinguale Einnahme (lat. Unter der Zunge liegend). Aufgrund der möglichen Zubereitung im Essen, ist die Aufnahme von Cannabis über die Nahrung derjenige Darreichungsform mit dem breitesten Angebot unterschiedlicher Methoden.

Auf beide Arten wird das Cannabis im Körper sehr langsam verstoffwechselt, was heißt, dass die medizinische Wirkung langsam einsetzt und lange anhält. Ergänzend ist der Stoffwechsel an die Leber gebunden, was den Abbauprozess zusätzlich verlangsamt.

Essbare Cannabis Produkte (Edibles)

A woman holds up a cannabis gummy
(123rf)

Diese Darreichungsform umfasst Nahrungsmittel mit Cannabis, Pillen, Kapseln, Pulver und Tabletten. Besonders Nahrungsmittel mit Cannabiszusatz gewannen in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit und freuen sich zunehmender Beliebtheit. Heutzutage umfasst das Sortiment alles von stark THC-haltigen Brownies bis hin zu cannabinoidhaltigen Getränken – die Kombinationen sind beinahe unendlich.

Während cannabishaltige Nahrungsmittel oft zur Schmerzlinderung eingesetzt werden, bildet sich ein großer Markt, der weniger starke CBD-basierte Produkte anbietet. Auch für gesundheitsbewusste cannabinoidhaltige Nahrungsmittel hat sich ein eigener Markt entwickelt, welcher sich stetig weiterentwickelt – So berichten Leistungssportler von der positiven Wirkung von CBD und vermarkten teilweise eigene CBD-Marken.

Auf dem Markt mit THC-haltigen Nahrungsmitteln ist aber Vorsicht geboten. Behalten sie im Kopf, dass die Wirkung von cannabishaltigen Nahrungsmitteln erst zeitversetzt einsetzt, was eine exakte Dosierung beinahe unmöglich macht. Oft werden Nahrungsmittel-Versuche mit Arztbesuchen in Verbindung gebracht – die beste Art sich abzusichern ist jedoch die Kontrolle von Herkunft, Marke und THC-gehalt des Produktes, um sicher zu gehen, gewohnte Dosierungen nicht zu überschreiten. Im Bundesstaat Colorado ist das Sprichwort „start low, go slow“ geläufig, d.h. schön langsam und behutsam anfangen. 

Ein anderer Weg, falsche Dosierungen vorzubeugen, ist die Einnahme von Pillen, Kapseln oder Tabletten. Diese Darreichungsformen kommen vorverpackt mit spezifischen Dosierungen – so bieten Hersteller beispielsweise Cannabisöl-Kapseln mit 4 mg THC und 1 mg CBD an. Auch wenn die Dosierung auf Grund der großen Wirkungsverzögerung schwierig ist, macht es die standardisierte Dosierung dieser Kapseln u.a. einfacher zu dosieren. Zusätzlich haben cannabishaltige Kapseln den Vorteil beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt zu wirken, was so große Vorteile für Patienten mit Morbus Crohn, Reizdarmsyndrom oder Dünndarmfehlbesiedelung bietet.

Essen von reinen Cannabis-Blüten

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit Cannabis etwas direkter aufzunehmen. So stellt sich das Essen von reinen Cannabis-Blüten als altbewährte Methode heraus, um Cannabinoide in den Blutkreislauf zu bekommen. Auch wenn Wirkstoffe wie THCA und CBDA eher wenig mit dem endocannabinoiden System interagieren, bringen sie ihre ganz eigene medizinische Wirkung mit sich. 

Studien belegten beispielsweise, dass CBDA (die Säureform von CBD) möglicherweise direkt Serotonin-Rezeptoren anspricht, welche Stress und Angstzustände bekämpfen. Reines Cannabis ist zusätzlich stark antimikrobiell – d.h. es bekämpft die Vermehrungsfähigkeit und Infektiosität von Mikroorganismen. Leider ist durch unterschiedliche rechtliche Auflagen vielen der Zugang zu reinem Cannabis verwehrt, dennoch sollten sie es ausprobieren, wenn sie Zugang haben.

Cannabiskonzentrate können auch direkt gegessen werden – tatsächlich scheint diese Art der Cannabisaufnahme geschichtlich sehr etabliert zu sein. In Ägypten, Indien und dem mittleren Osten war insbesondere ein Cannabiskonzentrat namens ‚Haschisch’ sehr populär. Das Rauchen von Cannabis etablierte sich erst ungefähr im 16. Jahrhundert.

RSO

Heutzutage ist die Aufnahme von Cannabis über die Nahrung weniger etabliert. Dennoch ist die Einnahme von Konzentraten wie Haschisch, kristallinen Cannabis-Pulver, oder sogar Rick Simpson Oil eine bewährte Methode bei Patienten, die eine einfache, aber starke medizinische Lösung benötigen. Ein Fallbericht von 2013 dokumentierte, wie RSO-Cannabis-Harz als eine „effektive Behandlung für ALL [Akute lymphoblastische Leukämie]“ auf eine „schnelle dosisabhängige“ Art Wirkung zeigte.  Auch wenn Patienten von Nebenwirkungen wie höherer Wachsamkeit, schwächerem Erinnerungsvermögen und verstärktem Hungergefühl berichtete, verringerte Cannabis wiederholt die Anzahl der Krebszellen im Blut.

Nicht zu vergessen ist die zweite Darreichungsform der essbaren Produkte: Die unter der Zunge eingenommenen Produkte (sublinguale Produkte). Diese Kategorie beinhaltet Tinkturen, Öle und Sprays, die sublingual angewendet werden – das heißt unter der Zunge aufgetragen werden. 

In 2019 waren Cannabisöle erfolgreicher als je zuvor. In keinem Fall zeigt sich das so gut, wie an den CBD-Ölen, die aller Erwartung nach bis 2022 einen jährlichen Umsatz von 22 Billionen USD erwirtschaften werden. Produkte, die sowohl THC als auch CBD enthalten, sind heutzutage ebenfalls erhältlich.

CBD-THC-Produkte sind mit spezifischen Verhältnissen erhältlich. Aus einem medizinischen Standpunkt sind die unterschiedlichen Verteilungen hoch interessant. So ist es wahrscheinlich, dass 20:1 CBD:THC-Verteilungen am wirksamsten gegen pädiatrische Epilepsie sind, während sich 1:1 Verteilungen am besten für Autoimmunerkrankungen wie MS eignen.

Die Pharmakologie hinter cannabishaltigen Nahrungsmitteln

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(Shutterstock)

Lassen sie uns zuerst die Vielfalt von sublingualen Produkten und deren Pharmakologie erkunden. Die Geschichte von Tinkturen geht überraschenderweise viele Jahre zurück: Erste alkoholbasierte Tinkturen brachten es bereits vor 100 in die Regale von Apotheken. Heutzutage erleben besonders die sublingualen Produkte einen Neuaufschwung und das wahrscheinlich aus einem ganz pragmatischen Grund: Weil sie wirken.

Je länger sie das Öl oder die Tinktur unter der Zunge behalten, desto höher ist die Menge an Wirkstoffen, die ins Blut gelangen. Das liegt daran, dass der Mundinnenraum an sich aus Blutgefäßen besteht, die als leicht zu erreichende Ziele für die Cannabinoide dienen. So können durch diese Methoden zwischen 30 und 40% der Wirkstoffe ins Blut gelangen (Stichwort: ‚Bioverfügbarkeit’).

Manche Patienten ziehen alkohol-basierte, sprühbare Cannabis-Tinkturen den konventionellen öl-basierten Cannabisölen vor. Diese alkohol-basierten Flüssigkeiten haben oft einen höheren Gehalt an wasserlöslichen Wirkstoffen, was sie für Patienten mit besonderen biochemischen Ansprüchen attraktiv machen. 

Für diejenigen, die eine höhere Rate an Wirkstoffen, die ins Blut gelangen, benötigen, eignen sich Zäpfchen mit Cannabisöl. Auch wenn diese Methode eher unkonventionell ist, bringt sie die Vorteile der schnellen Wirkung wie beim Verdampfen und der langanhaltenden Wirkungsdauer wie bei anderen cannabishaltigen Nahrungsmitteln mit sich. 

Möglicherweise sind Cannabis-Zäpfchen die ideale Darreichungsform für Krebspatienten, da so sehr hohe THC-Dosierungen ohne die sehr starken psychoaktiven Effekte erzielt werden können. Dr. Allan Frankel zu Folge ist die Effektivität von Cannabis-Zäpfchen zwar unbewiesen, Patienten berichten aber von einem ausgeprägten gesundheitlichen Nutzen.

Die Pharmakologie von essbaren Cannabisprodukten an sich ist aber eher gering. Cannabishaltige Nahrungsmittel sind vollständig abhängig vom Leberstoffwechsel, da gegessenes Cannabis über den Magendarmtrakt in das Blut gelangt und über die Leber abgebaut wird. Das führt zu einer drastisch geringeren Rate an Wirkstoffen, die in den Blutkreislauf gelangen – nur rund 10%.

Dennoch sind essbare Cannabisprodukte für manche eine gute Wahl. Sie sind diskret und erfüllen ihren Zweck – mit ein bisschen Übung sind sie sogar relativ leicht zu dosieren. Cannabishaltige Nahrungsmittel eignen sich ideal für viele Patienten mit Verdauungs- und Magenproblemen wie Morbus Crohn, Reizdarmsyndrom oder Dünndarmfehlbesiedelung. Es bestehen sogar anfängliche Beweise, dass Cannabinoide dabei helfen, die Darmwand zu stärken und zu ‚versiegeln’.

Äußerliche Anwendung

Die äußerliche Anwendung von Cannabisprodukten ist die dritte und letzte Darreichungsform auf unserer Liste. Auch die Welt der Cannabis-Pasten, -Salben und -Öle hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt.

Produkte zur äußerlichen Anwendung

Unter anderem gehören zu dieser Kategorie Balsam, Cremes und Pasten. Im Allgemeinen werden diese Produkte hergestellt, indem Cannabis-Extrakt oder Konzentrat mit einer Basis aus Bienenwachs, Shea-Butter oder Kokosnuss-Öl kombiniert wird. Produkte wie diese variieren in Stärke und Konsistenz. Oft kommen sie in 1oz-Gläsern (ca. 29 Gramm) mit einer Menge von ca. 250 Milligramm an Cannabinoiden.

Für DurchschnittspatientInnen ist das eine geeignete Dosierung, doch Patienten mit sehr starken Schmerzen werden in diesem Gebiet möglicherweise Schwierigkeiten haben Produkte zu finden, die stark genug sind. 

Für Patienten wie diese sind transdermale Pflaster möglicherweise die beste Option. Neueste technologische Fortschritte machten es möglich, dass sich die Effektivität von Cannabisprodukten auf der Haut durch ein transdermales Pflaster verdoppelt.

Die Pharmakologie der äußerlich aufgetragenen Produkte

Produkte dieser Kategorie haben in der Regel sehr geringe Raten an Wirkstoffen, die in die Blutbahn gelangen. In vielen Fällen gelangen die Wirkstoffe des Cannabis nicht über die Haut in den Blutkreislauf. Dennoch aktivieren diese Produkte CB2-Rezeptoren auf der Haut, was zu Schmerzlinderung auf der spezifischen Stelle führt.

Das trifft besonders auf Langzeit-Pflaster zu, die die Endocannabinoid-Rezeptoren erst mit der Zeit zunehmend aktivieren. Des Weiteren belegte eine Studie aus dem Jahre 2004, dass äußerlich aufgetragene CBD-haltige Produkte auf der Haut größere Wirkung zeigten, als Produkte mit dem Wirkstoff THC.

Gut zu wissen ist, dass äußerlich aufgetragene Produkte genauso wie alle anderen Produkte, die bei dem Konsum nicht verbrannt werden, vor dem Gebrauch decarboxyliert werden müssen. In der Regel werden in diesen Produkten Cannabinoide mit bestimmten Terpenen kombiniert, um einer stärkere Wirkung zu erzielen.

Möglich ist es, dass die geringere Größe und Masse der Terpen-Moleküle dazu beiträgt, dass dieser Zusatz die Wirkung verstärkt und beschleunigt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass äußerlich aufgetragenen Produkte für diejenigen am geeignetsten sind, die nicht wollen, dass der ‚Rausch’ von Cannabis den Alltag beeinflusst. Die Möglichkeit, Schmerzlinderung ohne Rausch zu erzielen, ist zusätzlich für viele Patienten ein Argument, die sich zu sehr an ihre momentane THC-CBD-Dosierung gewöhnt haben.

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