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Kann Cannabis bei Morbus Crohn helfen?

von Yair Tzikinovsky

Sep 24, 2019

Überblick

Die konventionelle Behandlung der Krankheit mit Steroiden, krankheitsmodifizierenden Medikamenten und biologischen Medikamenten bleibt der Eckpfeiler der Behandlung von Patienten mit Morbus Chron. Leider reagieren nicht alle PatientInnen auf diese Medikamente. Einige entwickeln schwerwiegende Nebenwirkungen, während andere nur eine teilweise Remission der Krankheit haben und sich nach mehr Behandlungsmöglichkeiten sehnen.

In den letzten Jahren hat die Erforschung der möglichen therapeutischen Eigenschaften von Cannabis bei Patienten mit Morbus Chron zugenommen, vielversprechende Ergebnisse gezeigt und PatientInnen, die ihren Behandlungsplan ergänzen möchten, eine Möglichkeit zur Verbesserung ihrer Lebensqualität geboten.

Die Reduzierung der Entzündungen im Darmtrakt ist bei der Behandlung von Morbus Crohn von entscheidender Bedeutung. Neue Erkenntnisse über die Auswirkungen des ECS auf die Entzündungen und die aktuelle klinische Forschung führen uns zu der Annahme, dass Cannabis die Entzündungen verringern und die Lebensqualität des PatientInnen verbessern kann, obwohl mehr klinische Forschung erforderlich ist, um weitere Ergebnisse zu erhalten.

Cannabis wird erwachsenen PatientInnen empfohlen, um Schmerzen und Symptome zu lindern. Es kann als ergänzende Behandlung mit relativ geringen Kosten und mit hohem Sicherheitsprofil verwendet werden und kann sogar synergistisch mit einer herkömmlichen Therapie wirken, um Entzündungen zu reduzieren.

Laut der Canadian Association of Gastroenterology wird Cannabis aufgrund möglicher Auswirkungen auf das sich entwickelnde Gehirn nicht für Kinder empfohlen.

 

Vorteile

  • Wirkt als Schmerzmittel: Unter konventioneller Therapie kann die Behandlung von Entzündungen Morbus Chron einige Zeit in Anspruch nehmen und erfordert die Verwendung von Analgetika, um akute Schmerzen zu lindern.
  • Übelkeit, Blähungen und Durchfall – Cannabis hat viele der Symptome gelindert, unter denen Patienten mit Morbus Crohn leiden können.
  • Erhöht den Appetit: PatientInnen leiden unter vermindertem Appetit, oft aufgrund von Übelkeit.
  • Sicherheit: Cannabis gilt allgemein als sicher. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten und es wurde nie ein Todesfall direkt nach der Anwendung festgestellt.
  • Kosten: Obwohl die Kosten für medizinisches Cannabis je nach Land, Art der Versicherung und Sorte variieren, ist der Preis oft viel günstiger als bei einigen CD-Medikamenten wie biologischen Medikamenten. Es ist wichtig zu bedenken, dass Cannabis zu diesem Zeitpunkt als ergänzende Behandlung verwendet wird.

Nachteile

  • Wesensverändernd: Beeinträchtigte Fähigkeiten zur Problemlösung, Gedächtnis und Gleichgewicht kurzfristig und möglicherweise langfristig.
  • Rauchbedingte Lungen- und Atemwegserkrankung: Jede Art des Rauchens schädigt Lunge, Luftröhre und Mund. Dies könnte vermieden werden, indem andere Anwendungsformen als das Rauchen verwendet werden, beispielsweise Lebensmittel mit Cannabis.
  • Erhöht das Risiko für Herzinfarkt, chronischen Husten und psychische Störungen.
  • Mögliche Sucht: Chronischer und starker Cannabiskonsum kann zu Sucht und Abhängigkeit führen.

Das Endocannabinoidsystem

Das Endocannabinoidsystem (ECS) besteht aus Cannabinoiden, ihren Rezeptoren und bestimmten Stoffwechselenzymen. Es ist an unzähligen biologischen Prozessen beteiligt und spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung verschiedener Körperfunktionen wie normaler Gehirnaktivität, Schlaf und Verdauung, um nur einige zu nennen.

Das ECS spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Magen-Darm-Trakts (engl. GI). Es reicht von der einfachen Kontrolle der Verdauungszeit bis hin zu komplexen Wechselwirkungen mit der Darmflora und den Zellen des Immunsystems. Die Wand des GI ist mit Cannabinoidrezeptoren gesättigt, und wir wissen jetzt, dass viele Störungen im Darmtrakt mit einer Dysregulation des ECS verbunden sind, die häufig mit einer Abnahme der Endocannabinoide verbunden ist.

Die Fähigkeit des ECS, mit dem Mikrobiom, den Immunzellen und dem funktionellendes Darms zu interagieren,

Epithelermöglicht es ihm, am Verlauf einer GI-Entzündung teilzunehmen.

Sowohl Tier- als auch Beobachtungsstudien haben die Bedeutung der ECS-Dysregulation bei entzündlichen Darmerkrankungen ( CED oder engl.IBD) wie Morbus Crohn (CD oder MC) sowie die Vorteile

einer Cannabinoid-Supplementierung durch Nutzung ihrer entzündungshemmenden Wirkungen hervorgehoben. 

Crohn’s & Cannabis

Cannabis ist seit langem für seinen therapeutischen Wert bei der Behandlung verschiedener Symptome und Erkrankungen bekannt, von denen viele mit dem GI-Trakt zusammenhängen. Die Wirkung der Pflanze beruht auf Cannabinoiden, die als externe Ergänzung wirken und eine hemmende Wirkung auf viele Stoffwechselprozesse ausüben, wie z. B. die Unterdrückung von Übelkeit, die Regulierung der Darmmotilität und die Verringerung der Kontraktion der glatten Muskulatur sowie die Kontrolle der Säuresekretion. 

Die Idee, dass Cannabis Entzündungen bei Morbus Crohn bekämpfen kann, stammt aus präklinischen Experimenten, in denen die Wirkung des Verlusts von Cannabinoidrezeptoren, die Aktivität von Cannabinoidrezeptorantagonisten (Blockern) und die Wirkung einer verringerten Anzahl von Endocannabinoiden untersucht wurden – all dies führte zu einer erhöhten Aktivität des Immunsystems, das mit Entzündungen im Magen zusammenhängt.

 

Eine Reihe von präklinischen Studien hat die Schutzwirkung von Cannabis bei Darmentzündungen gezeigt.

  • Obwohl angenommen wird, dass die „Standard“ -Cannabinoidrezeptoren ausschließlich CB1- und CB2-Rezeptoren sind, haben wir jetzt Hinweise darauf, dass Cannabinoide auch mit anderen Rezeptoren interagieren können. Zum Beispiel GPR55, das für Entzündungen im Darm verantwortlich ist. 
  • Es wurde gezeigt, dass Cannabis eine schützende Wirkung gegen Darmentzündungen hat, da es als Hemmer für solche Schlüsselregulatoren von Darmentzündungen wirkt. 
  • Cannabinoide tragen zur Aufrechterhaltung der Integrität der Darmbarriere bei und machen sie für Fremdstoffe weniger durchlässig.

 

Cannabis hat seine Wirksamkeit auch in klinischen Studien gezeigt. Leider sind die meisten dieser Studien aufgrund der geringen Teilnehmerzahl statistisch nicht ausreichend. 

Kinder & Cannabis

Eine Übersicht von 2019 von der Canadian Association of Gastroenterology veröffentlicht hat eine Empfehlung gegen die Verwendung von Cannabis zur Behandlung bei pädiatrischen Fällen ausgesprochen. Laut Experten sind die Beweise nicht schlüssig, obwohl Cannabis mit mehreren Vorteilen bei Morbus Chron in Verbindung gebracht wird. Auch die mit dem Cannabiskonsum im Jugendalter verbundenen Risiken und die damit verbundenen Auswirkungen auf das sich entwickelnde Gehirn überwiegen den potenziellen Nutzen bei Kindern.

Nebenwirkungen

Haftungsausschluss

Inhalte auf The Cannigma dienen nur zu Informationszwecken. Sie sind kein Ersatz für professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Vor Beginn einer Behandlung mit Cannabis sollten Sie sich immer von einem Arzt mit Erfahrung mit medizinischem Cannabis beraten lassen.

Über Morbus Crohn

Überblick

Morbus Crohn ist eine stärkere und intensivere Form der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und verursacht eine Entzündung des Verdauungstraktes. Eine durch Morbus Crohn verursachte Entzündung kann jeden Bereich des Verdauungstraktes betreffen – vom Anus bis zum Mund. Die Symptome reichen von leicht bis schwer und können zu leichten Verdauungsstörungen, chronischen Schmerzen, häufigen Operationen oder einer vollständigen Behinderung führen. 

Morbus Crohn wird auch als Ileitis oder Enteritis bezeichnet und kann jeden Teil des Darms betreffen, aber in den meisten Fällen betrifft sie den unteren Teil des Dünndarms – das Ileum. Bei Morbus Crohn können alle Schichten des Darmgewebes betroffen sein, während bei einer anderen chronisch entzündlichen Darmerkrankung, der sogenannten Colitis Ulcerosa (UC), nur der Dickdarm betroffen ist.

Nach Schätzungen leiden etwa 120 bis 200 von 100.000 Menschenen Deutschland  in an Morbus Crohn. Die Krankheit beginnt häufig im Alter zwischen 15 und 34 Jahren. Aktuellen Daten zufolge sind 15 bis 25 Prozent der Patienten unter 20 Jahre alt, wenn die Krankheit festgestellt wird. Die Krankheit ist bei Männern genauso verbreitet wie bei Frauen, aber Raucher haben ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko. Etwa 11% der an Morbus Crohn erkrankten Menschen haben aktive, chronische Beschwerden, was bedeutet, dass sie über einen langen Zeitraum hinweg schwere Symptome haben.

Symptome

Das Morbus Crohn zeigt sich in einer Vielzahl von Symptomen, die von leicht bis schwer reichen, und sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Die häufigsten Symptome bei Morbus Crohn sind Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung. Andere Anzeichen und Symptome einer aktiven Krankheit können sein:

  • Durchfall
  • Fieber
  • Müdigkeit
  • Wunde Stellen im Mund
  • Appetitlosigkeit
  • Blut im Stuhl

Im Falle einer schweren Erkrankung kommen folgende Symptome hinzu:

  • Entzündung der Leber oder der Gallengänge
  • Entzündung der Haut, der Augen oder der Gelenke
  • Verzögertes Wachstum bei Kindern

Personen mit Morbus Crohn sind anfälliger für Darminfektionen durch Viren, Bakterien und Pilze, was zu weiteren Komplikationen führen kann. Darüber hinaus sind Hefeinfektionen weit verbreitet. Diese können sich ebenfalls negativ auf den Darmtrakt und sogar die Lunge auswirken. 

Rektale Blutungen durch Morbus Crohn können zu Analfissuren und Anämie führen. Die Symptome eines Morbus Crohn können durch die Appetitlosigkeit und den Durchfall auch eine Gewichtsabnahme sowie weitere Entzündungen (der Augen, der Haut, in der Leber oder in den Gallengängen) verursachen.  Häufig haben Menschen mit Morbus Crohn auch eine begleitende Autoimmunerkrankung.  

Wenn Sie dauerhafte Veränderungen Ihrer Stuhlgewohnheiten beobachten oder wenn Sie Symptome eines Morbus Crohn, wie Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, unerklärliches Fieber länger als einen Tag und anhaltenden Durchfall, der nicht auf rezeptfreie Medikamente anspricht, bemerken, sollten Sie einen Arzt oder Ärztin  aufsuchen.

Ursachen

Keine der Theorien über die Ursachen des Morbus Crohn ist bisher bewiesen. Wissenschaftler glauben jedoch, dass die Erkrankung mit einem bestimmten Gen, das an der Reaktion des Körpers auf bestimmte Mikroben beteiligt ist, zusammenhängt. Wenn das Gen aufgrund einer Mutation oder einer anderen Art von Veränderung diese Reaktion fehlleitet, kann der Körper anormal auf Mikroben reagieren. Laut Forschungen wird das mutierte Gen bei Menschen mit Morbus Crohn doppelt so häufig gefunden wie bei anderen Menschen. Es ist jedoch unklar, ob die Erkrankung das Gen schädigt oder ob das defekte Gen zur Entstehung der Erkrankung beiträgt. 

Wissenschaftler gehen davon aus, dass Morbus Crohn durch eine Kombination verschiedener Faktoren verursacht wird:

  • Störung des Immunsystems: In diesem Fall beseitigt das Immunsystem versehentlich Mikroben, die für den Verdauungstrakt eigentlich nützlich wären, als würde es sich bei ihnen um eine Infektion handeln. Die Reaktion verursacht Entzündungen im „infizierten“ Bereich. Dies kann sich zu einer chronischen Entzündung weiterentwickeln, zu Geschwüren und anderen Schädigungen des Darms führen.
  • Genetik: Ungefähr 1 – 2 von 10 Personen mit Morbus Crohn haben mindestens ein Familienmitglied, das die Krankheit ebenfalls hat. Bei Menschen mit einem eineiigen Zwilling steigt das Risiko auf 70%. Die Erkrankung tritt bei weißen Menschen europäischer, insbesondere jüdischer Abstammung generell häufiger auf.

Umweltfaktoren: Stoffe, die man essen oder einatmen kann, sowie Zigarettenrauch können mögliche Auslöser für den Ausbruch des Morbus Crohn sein. Weitere mögliche Auslöser könnten infizierende Mikroben wie Bakterien oder Viren (wie E. coli) sein.

Diagnose

Es gibt keinen Test, um Morbus Crohn mit Sicherheit zu diagnostizieren, aber es gibt Tests, die Anhaltspunkte geben können. Wenn ein Arzt oder eine Ärztin den Verdacht auf Morbus Crohn hat, schließt er zunächst andere mögliche Ursachen für Ihre Symptome aus und sucht vor allem nach den verräterischen Anzeichen der Krankheit. Dabei werden folgende Untersuchungen durchgeführt: 

    • Bluttests: Tests auf Anämie, Infektionen, Vitaminmangel, Stoffwechselstörungen oder andere Erkrankungen. 
    • Test auf okkultes Blut im Stuhl: Bei diesem Test wird nach Blut im Stuhl gesucht.

 

  • Koloskopie (Darmspiegelung): Hierbei wird der letzte Teil des Ileums (terminales Ileum) sowie der Dickdarm betrachtet. Dies kann auch eine Gewebeentnahme (Biopsie) zur Bestätigung der Diagnose beinhalten. 

 

    • Endoskopie des oberen Verdauungstraktes: Ähnlich wie bei einer Koloskopie werden hier der Mundraum, die Speiseröhre und der Magen sowie der erste Teil des Dünndarms betrachtet.

 

  • Computertomographie (CT): Ein CT-Gerät kann viel detaillierte Bilder als ein Röntgengerät aufnehmen, so dass hier bestimmte Abschnitte des Darms besser dargestellt werden können. Man kann auch verschiedene Gewebearten, die sich außerhalb des Darms befinden, abbilden.  

 

    • Magnetresonanztomographie (MRT): Ein MRT-Gerät erstellt mittels eines Magnetfelds und Radiowellen sehr detaillierte Bilder von Organen und Geweben.

 

  • Kapselendoskopie: Der Patient schluckt eine Kapsel, die eine winzige Kamera enthält und Bilder vom Dünndarm aufnimmt. Die aufgenommenen Bilder werden dann auf einem Bildschirm angezeigt und auf Anzeichen von Morbus Crohn untersucht. 

 

  • Ballongestützte Enteroskopie: Mit dieser Methode können Bereiche des Dünndarms, die die Standard-Endoskope nicht erreichen, untersucht werden.   

Der Arzt oder die Ärztin wird auch sorgfältig Ihre Krankengeschichte erfragen und dabei besonders auf in Ihrer Familie liegende Erkrankungen und andere erbliche Krankheiten mit ähnlichen Symptomen achten.

Behandlung

Derzeit gibt es keine Heilung für Morbus Crohn und daraus resultierend auch kein Allheilmittel für alle Betroffenen. Die gegenwärtige Behandlung konzentriert sich auf die Reduzierung der Entzündung, die die Symptome auslöst, und die Unterdrückung des Immunsystems.

Die medizinische Behandlung umfasst:

    • Entzündungshemmende Medikamente:  u. a. Kortikosteroide und orale 5-Aminosalicylate

 

  • Immunsystem-Suppressoren: Zur Reduzierung von Entzündungen und zur Beruhigung des gesamten Immunsystems, da das Immunsystem die entzündungsfördernden Stoffe produziert.

 

  • Biologische Therapien: Diese immunsuppressiven Therapien werden per Injektion und Infusion durchgeführt und sollen spezifische Pfade der Immunreaktion, die an Morbus Crohn beteiligt sind, beeinflussen.  
  • Antibiotika: Zur Entwässerung und Heilung von Fisteln und Abszessen. 
  • Andere Medikamente: z. B. Arzneistoffe gegen Durchfall, Schmerzmittel (nicht Ibuprofen oder Naproxennatrium, da sie die Symptome verschlimmern können), Eisenpräparate, Vitamin B-12-Spritzen (bei einer aufkommenden Anämie), Kalzium und Vitamin D-Präparate (um das Risiko einer Osteoporose zu verringern).

Darüber hinaus empfehlen die ÄrztInnen möglicherweise eine spezielle ballaststoffarme Ernährung, um das Risiko einer Verstopfung zu reduzieren. Außerdem wird empfohlen, entzündungsfördernde Lebensmittel zu vermeiden. Dazu gehören stark gewürzte Lebensmittel, Alkohol und mögliche Allergene. Aufgrund der häufig vorkommenden Laktoseintoleranz wird auch die Vermeidung von Milchprodukten empfohlen, da diese die Symptome womöglich verschlimmern können.

Operation

Wenn die Symptome trotz aller oben genannten Therapien anhalten oder sich verschlechtern, kann eine Operation zur Reparatur oder Entfernung des kranken Gewebes erforderlich sein. Fast die Hälfte aller Morbus-Crohn-PatientInnen muss irgendwann operiert werden. Dabei wird der geschädigte Teil des Verdauungstraktes herausgeschnitten und die gesunden Abschnitte wieder miteinander verbunden. Leider setzt sich die Erkrankung jedoch manchmal auf dem Gewebe neben den operierten Stellen fort. Das Rezidivrisiko nach der Operation kann mit Medikamenten minimiert werden. 

Eine Änderung des Lebensstils und gesundheitsfördernde Verhaltensweisen sind die Kernpunkte eines Lebens mit Morbus Crohn.  Andere empfehlenswerte Verhaltensweisen, die die Behandlung der Krankheit erheblich unterstützen können, sind unter anderem: 

  • Trinken Sie viel Wasser.
  • Stressmanagement: Vermeiden Sie Stresssituationen so weit wie möglich, treiben Sie Sport und wenden Sie Atemübungen an, um Stress zu bewältigen.
  • Komplementärmedizin: Obwohl ihre Wirksamkeit nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist, profitieren viele PatientInnen mit Morbus Crohn von pflanzlichen Stoffen und Nahrungsergänzungsmitteln, Pro- und Präbiotika, Fischölen und Akupunktur
  • Bewegung: Moderate Bewegung kann bei praktisch allen chronischen Krankheiten, einschließlich Morbus Crohn, helfen.
  • Selbsthilfegruppen: Hier erhalten Betroffene weitere Informationen über Ihre Erkrankung und die Kommunikation mit anderen Betroffenen kann helfen, mit der Krankheit umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern.
  • Hilfe suchen: Auch wenn die Symptome nur leicht sind, ist Morbus Crohn noch immer eine schwere Krankheit. Halten Sie sich über die aktuelle Forschung auf dem Laufenden, treten Sie einer Selbsthilfegruppe bei und sprechen Sie bei Bedarf mit einem Mediziner.

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