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Hilft Cannabis bei Hypertonie?

von Emily Earlenbaugh, PhD.

Feb 16, 2020

Überblick

Cannabis scheint ein potentielles Mittel zur Behandlung von Hypertonie – besser bekannt als Bluthochdruck – zu sein, doch Bedenken wurden laut, dass Cannabis die Symptome verschärfen könne.

Das Endocannabinoid-System spielt eine große Rolle in der Regulation des Blutdrucks. Aus diesem Grund ist es möglich, dass eine Manipulation dieses Systems durch die Einnahme von Cannabis einen therapeutischen Nutzen bei der Behandlung von Hypertonie haben könnte. Andererseits ist es ebenso möglich, dass sich dadurch der Zustand der Patienten eventuell verschlechtern könnte. Unglücklicherweise liegen uns zum heutigen Tage nur wenige Studien zur Verwendung von Cannabis bei Hypertonie vor, welche darüber hinaus in vielen Punkten kontrovers sind. 

Wissenschaftler sind sich einig, dass die Frage, ob Cannabis und ganz besonders CBD Hypertonie-Patienten möglicherweise helfen könnte, weiter erforscht werden muss. Ihnen fehlt es an ausreichend Erhebungen, um Cannabis als Behandlungsmöglichkeit zu empfehlen. 

Wie Cannabis Hypertonie beeinflusst

Alle Wirbeltiere besitzen eine Endocannabinoid-System, welches hilft lebenswichtige Funktionen wie Schlaf, Schmerz und Appetit zu regulieren. Der menschliche Körper produziert eigenständig Cannabinoide, welche verschiedene Körperfunktionen aktivieren und regulieren. Aber wie der Name schon sagt, kann das Endocannabinoid-System auch von Cannabinoiden aus der Cannabispflanze gesteuert werden. Da dieses körpereigene System erst vor 30 Jahren entdeckt worden ist, haben Wissenschaftler noch viel zu lernen über die Art und Weise, wie Cannabis den menschlichen Körper beeinflusst.

Wie sich herausstellte, beeinflusst das Endocannabinoid-System auch den Herz-Kreislauf. Forscher fanden heraus, dass dieses System eine Schlüsselrolle in der Regelung der Herz-Kreislauf-Aktivität spielt und immense Auswirkungen auf den Blutdruck hat. 

Anhand von Tierversuchen wurde gezeigt, dass eine Stimulation der Endocannabinoid-Rezeptoren (durch z.B. Anandamid) zu erheblichen Auswirkungen auf den Herz-Kreislauf führt. Zu diesen Auswirkungen zählt die Erhöhung bzw. Verringerung des Blutdrucks und des Pulses, sowie die Verengung von Blutgefäßen. Dadurch ist bewiesen, dass das Endocannabinoid-System enorme Auswirkungen auf unseren Herz-Kreislauf hat.

Darüber Hinaus zeigten andere Studien, dass das Endocannabinoid-System bei arterieller, pulmonaler und portaler Hypertonie außergewöhnlich aktiv ist. Dennoch bleibt für Forscher unklar, ob diese erhöhte Aktivität des Endocannabinoid-Systems beschützende oder schädigende Auswirkungen auf den Körper hat. Diese Unklarheit ist dadurch begründet, dass Endocannabinoide sowohl zu einer Verengung als auch zu einer Vergrößerung der Blutgefäße führen können und dadurch der Blutdruck entweder steigt oder sinkt. Diese Auswirkungen können bei unterschiedlichen Formen der Hypertonie entweder hilfreich oder schädigend sein.

Während Forscher noch einen langen Weg vor sich haben, um diese  Auswirkungen zu verstehen, nehmen einige an, dass Cannabinoid-Medikation einen effektiven Weg der Behandlung von Hypertonie darstellt. Trotzdem weisen Wissenschaftler beharrlich darauf hin, dass weitergehende Studien vonnöten sind, um die Langzeitauswirkungen von Cannabinoiden auf den Herz-Kreislauf zu verstehen und deren potentielles Zusammenspiel mit blutdrucksenkenden Lebensmitteln und Medikamenten zu ergründen. 

Medizinische Studien über Cannabis und Hypertonie

Auch wenn eindeutige Beweise bezüglich der Auswirkungen von Cannabinoiden auf den Herz-Kreislauf über das Endocannabinoid-System vorliegen, muss das Hauptaugenmerk auf Studien an Menschen gelegt werden. Nur so kann wirklich ergründet werden, wie Hypertonie eventuell durch Cannabinoide behandelt werden kann. Studien an Tieren können zwar Hinweise darauf geben, wie solche Prozesse bei Menschen funktionieren, können manchmal aber auch in die falsche Richtung weisen.  

Es liegen nur wenige Studien zum Thema Marihuana und Hypertonie vor, welche darüber hinaus manchmal zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Beispielsweise berichten einige Studien, dass Cannabis direkt nach dem Konsum einen erhöhten Puls bei gleichbleibenden Blutdruck zufolge hat, während langfristiger Cannabiskonsum zu einer lang anhaltenden Senkung des Blutdrucks und des Puls führt. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass Cannabis langfristig bei Hypertonie helfen kann. Andere Studien nehmen hingegen an, dass der erhöhte Puls nach dem Konsum von Cannabis mit einer Erhöhung des Blutdrucks einhergeht. 

Auch zwei andere auf Umfragen basierende Studien, die die Auswirkung von Cannabis auf den Blutdruck untersuchten, kamen zu unterschiedlichen, verwirrenden Ergebnissen. Eine dieser Studien kam 2005 zu dem Ergebnis, dass Cannabiskonsumenten mit einer dreimal so hohen Wahrscheinlichkeit an Hypertonie sterben, als Personen, die noch nie in ihrem Leben Cannabis zu sich genommen haben. Was bei dieser Studie aber missachtet wurde, ist ob die untersuchten Personen auch andere illegale Substanzen konsumierten, dieser Faktor ist bei einer solchen Untersuch jedoch maßgeblich. Ebenso versäumte diese Studie die Häufigkeit und Dosis der Einnahme von Cannabis zu erfragen, was ebenso ausschlaggebend sein kann.

Dieser angsteinflößenden Studie zum Trotz bewies eine andere – ebenso umfragebasierte Studie – 2016, dass zwischen dem Konsum von Cannabis und Hypertonie keine Korrelation existiert. Auch wenn diese Studie zeigte, dass kürzlicher Cannabiskonsum einen erhöhenden Einfluss auf den systolischen (nicht aber diastolischen) Blutdruck hat, konnte sie keine Wechselwirkung zwischen chronischen Cannabiskonsum und Bluthochdruck feststellen. Gelegentlicher sowie chronischer Cannabiskonsum wurde in dieser Studie ausdrücklich nicht in Zusammenhang mit Hypertonie oder Prähypertonie gebracht.

Dem hinzuzufügen ist, dass eine Zusammenfassung aktueller Literatur zum Thema Cannabis und Herzgesundheit nur begrenzte Belege dafür fand, dass Cannabiskonsum das Risiko eines ischämischen Schlaganfalles erhöhen könnte. Ferner befand auch diese Zusammenfassung keinen Einfluss von Cannabis auf eine mögliche Hypertonie-Erkrankung.  

Eine weitere Studie zum Thema Hypertonie und Cannabis kam zu dem Ergebnis, dass Cannabiskonsum in diesem Zusammenhang keine Gefahr darstelle, Cannabisentzug jedoch ein potentieller Risikofaktor sein könnte. Im Rahmen dieser Studie untersuchten Wissenschaftler den Blutdruck von chronischen Cannabiskonsumenten bevor und nachdem sie einen abrupten Entzug begannen. Alle untersuchten Cannabiskonsumenten hatten, in der Zeit, in der sie Cannabis regelmäßig konsumierten, einen durchschnittlichen Blutdruck. Nachdem sie den Konsum jedoch plötzlich einstellten, schoss der Blutdruck einiger Probanden in hypertensive Bereiche. Die Forscher stellten fest, dass diese Veränderung des Blutdrucks in direktem Zusammenhang zum Entzug von Cannabis steht und durch Entzugserscheinungen wie Angstzustände verstärkt wird. 

Interessanterweise wurde diese Studie an Probanden durchgeführt, die überwiegend afroamerikanischer Abstammung und fortgeschrittenen Alters waren – zwei Risikofaktoren bei Hypertonie. So stellten sich einige Wissenschaftler die Frage, ob Cannabis möglicherweise einen vorbeugenden Effekt bezüglich Hypertonie hat, welcher mit dem Cannabisentzug endet. Ebenso möglich scheint, dass dieses Hochschnellen des Blutdrucks nur eine Entzugserscheinung von Cannabis ist. Dieses Zusammenspiel von Cannabiskonsum und Blutdruck muss weitergehend erforscht werden, um die Auswirkung vor, während und nach dem Konsum besser verstehen zu können, sowie Schlüsse auf die – durch das starke Ansteigen des Blutdrucks verursachte – Hypertonie zuzulassen.

Ein Großteil der Probanden (69 %) zeigte einen zu geringen Anstieg des Blutdrucks, um von Hypertonie zu reden. Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich, dass nur eine Minderheit der Cannabiskonsumenten unter diesen Beschwerden leidet. Dennoch könnte das Ansteigen des Blutdrucks – besonders für Personen mit Vorerkrankungen am Herz – beim Entzug ein Problem darstellen. Die Autoren empfehlen, dass diejenigen Personen, die unter Herzerkrankungen leiden und planen mit dem Cannabiskonsum aufzuhören, dies unter ärztlicher Aufsicht tun, um sicherzugehen, dass der Blutdruck sich in einem gesunden Bereich befindet.

Hypertonie und CBD

Das Studien zur Auswirkung von Cannabis auf den Blutdruck zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen, kann unter anderem daran liegen, dass Cannabis viele Inhaltsstoffe hat, von denen manche psychoaktiv wirken. THC kann beispielsweise zu einem kurzzeitig erhöhten Blutdruck, sowie zu einem schnelleren Puls führen. CBD – ein anderes Cannabinoid der Pflanze – hingegen reduziert die Auswirkung von THC auf das Herz. Wird CBD gesondert eingenommen, sinkt der Blutdruck, was den Inhaltsstoff zu einer attraktiven Möglichkeit zur Behandlung von Hypertonie machen könnte. Einige Studien nennen CBD eine potentielle Behandlungsmöglichkeit bei Hypertonie, welche dringend weiter erforscht werden muss. An dieser Stelle ist noch viel Arbeit vonnöten, um die Effizienz von CBD im Bezug auf Hypertonie zu erforschen.

Nebenwirkungen

Wissenschaftler können noch kein endgültiges Fazit darüber fällen, ob Cannabis eine sichere Option für Personen mit Hypertonie ist. Darüber hinaus gibt es nur wenige Informationen über mögliche Nebenwirkungen, die bei Personen, die unter dieser Erkrankung leiden, auftreten könnten. Um den Wissensstand zusammenzufassen, ist es möglich, dass Cannabis bei Hypertonie-Patienten zu einem erhöhten oder verringerten Blutdruck führt und das Risiko einen ischämischen Schlaganfall zu erleiden vergrößert. 

Wenn Sie bereits regelmäßig Cannabis konsumieren und unter Hypertonie leiden (beziehungsweise unter anderen Herzerkrankungen), könnte ein Entzug Ihren Blutdruck möglicherweise enorm erhöhen.

Haftungsausschluss

Inhalte auf The Cannigma dienen nur zu Informationszwecken. Sie sind kein Ersatz für professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Vor Beginn einer Behandlung mit Cannabis sollten Sie sich immer von einem Arzt mit Erfahrung mit medizinischem Cannabis beraten lassen.

Über Bluthochdruck

Überblick

Hypertonie (HTN oder HT) – auch bekannt als Bluthochdruck – ist eine Krankheit, bei der die Blutdruckwerte dauerhaft zu hoch sind. Der Blutdruck entsteht, indem das Herz Blut in die Blutgefäße pumpt und dadurch von innen Druck auf die Gefäßwand ausübt. Auch bei gesunden Menschen unterliegt der Blutdruck gewissen Schwankungen, pendelt sich aber immer wieder auf einen natürlichen Wert ein. Erst wenn der Blutdruck dauerhaft zu groß ist, muss er behandelt werden.

Auch wenn diese Krankheit kaum Symptome zeigt, gilt sie langfristig gesehen als ein großes Risiko einen Schlaganfall, Herzinfarkt, Sehverlust, eine Nieren- oder Gefäßkrankheit zu erleiden und Demenz zu entwickeln. Unabhängig von diesen Krankheiten kann erhöhter Blutdruck auf lange Zeit gesehen Schaden an Blutgefäßen verursachen. 

Bluthochdruck tritt entweder primär oder sekundär auf. Rund 90-95 % der Erkrankungen sind primär, was bedeutet, dass sie aufgrund von genetischen Faktoren und unterschiedlichen Lebensweisen, wie zum Beispiel übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen, entstehen. Andere Fälle werden als sekundärer Bluthochdruck klassifiziert, da sie in Folge einer anderen Erkrankung, wie zum Beispiel an der Niere, auftreten.

In Deutschland leiden 20 bis 30 Millionen Menschen unter Bluthochdruck. Unglücklicherweise sind sich viele Personen darüber nicht im Klaren und behandeln die Krankheit nicht oder nicht richtig.

Symptome

Hypertonie wird oft als”stiller Tod” bezeichnet, da sie kaum Symptome zeigt. Einige Patienten berichteten von: 

  • Schlafproblemen
  • Angstzuständen
  • Schwindel
  • Brustschmerz/Druckgefühl
  • Kurzatmigkeit
  • Schweißausbrüchen

In Fällen einer hypertensiven Krise (einer sehr starken Form der Hypertonie) berichten Betroffene darüber hinaus von Kopfschmerzen, Nasenbluten sowie blutigen Urin. In diesen Fällen muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Dennoch treten in den allermeisten Fällen keine Symptome zutage. Anders ist das bei Krankheiten, die eng mit Hypertonie verwandt sind, wie hypertensiver Retinopathie – einer Form der Hypertonie, welche die Augen langfristig beschädigt und zur Erblindung führen kann. Bleibt jegliche Form der Hypertonie über lange Zeit unentdeckt, kann es zu bleibenden Schäden an Blutgefäßen, dem Herz-Kreislauf, den Nieren und anderen inneren Organen kommen. 

Es gibt einen Weg, um Bluthochdruck schon in einem frühen Stadium zu entdecken: Regelmäßiges Blutdruckmessen. Die meisten Ärzte führen eine Blutdruckmessung bei jedem Arztbesuch oder zumindest regelmäßig durch. Wenn Sie aufgrund persönlicher Umstände oder Erkrankungen in Ihrer Familie ein erhöhtes Risiko haben an Hypertonie zu erkranken, sollten Sie dieses Thema mit Ihrem Hausarzt besprechen. 

Ursachen

Die exakte Ursache von Hypertonie ist oft unklar. Dennoch lässt sich statistisch belegen, dass die Erkrankung in einem von 20 Fällen auf eine zugrunde liegende Krankheit oder den Gebrauch bestimmter Medikamente zurückzuführen ist. Chronisches Nierenversagen steht beispielsweise in engem Zusammenhang mit Bluthochdruck, da durch diese Krankheit die Filtrationsrate der Niere erheblich zurückgesetzt wird. 

Einige Risikofaktoren erhöhen ebenso die Wahrscheinlichkeit, an Hypertonie zu erkranken:

  • Geschlecht – Frauen und Männer erkranken durchschnittlich gleich oft an Bluthochdruck. Männer sind in jungen Jahren anfälliger für eine Erkrankung, während Frauen im fortgeschrittenen Alter eine stärkere Anfälligkeit entwickeln. 
  • Alter – Der Blutdruck kann sich mit voranschreitenden Alter erhöhen. Bluthochdruck ist eine Krankheit, die bei vielen Menschen über 60 auftritt. Dennoch können auch Kinder von der Krankheit betroffen sein, was oft auf Erkrankungen im familiären Umfeld oder Fettleibigkeit zurückzuführen ist.
  • Erblichkeit – erhöhter Blutdruck ist vererbbar. 
  • Alkohol- und Nikotinkonsum – Große Mengen an Alkohol, Tabak oder anderen Substanzen zu konsumieren erhöht den Blutdruck.
  • Abstammung – Bestimmte ethnische Gruppen leiden besonders häufig unter Hypertonie. Afroamerikaner erkranken beispielsweise öfter an Bluthochdruck als Europäer.
  • Fettleibigkeit – Adipositas erhöht das Risiko an Hypertonie zu erkranken signifikant. Fettleibig zu sein bedeutet für das Herz eine stärkere Belastung, da die Wände der Blutgefäße unter stärkeren Druck stehen als gewöhnlich und es aus diesem Grund schwer für das Herz ist den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen.
  • Auch andere Vorerkrankungen können eine Hypertonie zufolge haben. Diese Fälle werden sekundäre Hypertonie genannt, da sie durch Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronisches Nierenversagen, sowie hohe Cholesterinwerte entstehen können. Andere Faktoren, die das Risiko an


Bluthochdruck zu erkranken erhöhen können, sind:

  • Fehlende körperliche Betätigung – Menschen, die seltener trainieren oder Sport treiben, haben in der Regel einen schnelleren Ruhepuls, wodurch das Herz schneller schlägt und bei jedem Schlag größeren Druck auf die Arterien ausübt.
  • Ungesunde Ernährung – Eine stark salzhaltige Ernährung oder eine, die hauptsächlich auf fettigen Lebensmitteln und Fertigprodukten beruht, ist generell schlecht für die Gesundheit, doch besonders gefährlich für Personen, die besonders anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. Falls Sie sich gesünder ernähren wollen, sollten sie auf eisenreiche Lebensmittel zurückgreifen. Eisen verringert die Auswirkung von Natrium, welches in Salz enthalten ist, auf den Körper. Natrium reduziert die Filtrationsrate der Nieren und kann so eine Hypertonie-Erkrankung begünstigen. Eisen an sich hilft auch, den Druck auf die Blutgefäßwände zu verringern. 
  • Bestimmte Medikamente – Antibabypillen, abschwellende Mittel und einige Schmerzmittel sind dafür bekannt, den Blutdruck zu erhöhen. 
  • Viel Stress – Ein hoher Stresspegel kann den Blutdruck kurzzeitig erhöhen. Wenn diesem Stress zum Beispiel durch Rauchen oder Fressanfälle Abhilfe geschaffen wird, kann Stress das Risiko an Hypertonie zu erkranken erhöhen.
  • Langfristiger Schlafentzug – Hoher Blutdruck kann zu Schlafproblemen führen. Ebenso kann Schlafentzug die Wahrscheinlichkeit, an Hypertonie zu erkranken, steigern.
  • Illegale Drogen – Kokain und Amphetamine erhöhen das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sehr.

Diagnose

Da bei Bluthochdruck nur selten Symptome zutage treten, sollten auch gesunde Erwachsene über 40 zumindest alle fünf Jahre ihre Blutdruckwerte untersuchen lassen. Eine Person mit erhöhter Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sollte sich mindestens einmal im Jahr untersuchen lassen.

Einige Ärzte führen bei jedem Besuch routinemäßig eine Blutdruckmessung durch, alternativ können Sie Ihren Arzt fragen dies zu tun. Auch Apotheken bieten manchmal die Möglichkeit, dort den Blutdruck zu messen oder ein solches Gerät zu kaufen, um Ihren Blutdruck bequem von zu Hause aus im Blick zu behalten. 

Die einfachste Form der Blutdruckmessung ist jene mittels eines Stethoskops, einer Armmanschette mit Pumpe und einer Uhr. Üblicherweise werden zur Messung jedoch automatische Geräte verwendet. Während der Messung wird die Armmanschette – für manche unangenehm fest – aufgepumpt, um den Blutfluss im Arm zu reduzieren. Nach einigen Sekunden wird der Druck ablassen, während die Detektoren die Vibrationen in den Arterien messen. 

Das Ergebnis der Messung ist im Regelfall sofort über das Gerät oder den Arzt zu erfahren. Auch wenn das Ergebnis einen zu hohen Blutdruck aufweist, ist das nicht unbedingt ein Grund zur Sorge. Zu hohe Werte können manchmal auch an Stress oder Aufregung liegen.

Im Falle eines zu hohen Wertes wird Ihr Arzt Sie möglicherweise auffordern, Ihren Blutdruck regelmäßig zu messen oder einen Tag lang ein Gerät zu tragen, welches die Blutdruckdaten sammelt. In manchen Fällen ordnet der Arzt zusätzlich noch andere Tests, wie beispielsweise eine Urinprobe, einen Cholesterintest oder ein Elektrokardiogramm, an, um Hinweise auf mögliche Herzerkrankungen zu sammeln. 

Behandlung

Der Arzt wird ihnen eine Behandlung empfehlen, die abhängig von der Höhe des Blutdrucks ist. Zusätzlich muss er aber das Risiko und die individuelle Wahrscheinlichkeit, eine Bluthochdruckerkrankung zu entwickeln, in seine Empfehlung mit einbeziehen. 

  • Wenn der Wert andauernd über 140/90 mmHg liegt, Sie aber nicht besonders gefährdet sind eine Hypertonie zu entwickeln, wird der Arzt Ihnen wahrscheinlich einige Umstellungen in Ihrem persönlichen Lebensstil empfehlen. 
  • Ist der Wert jedoch bei 140/90 mmHg und Sie sind stark gefährdet, wird die Behandlung höchstwahrscheinlich auch blutdrucksenkende Medikamente beinhalten. 
  • Wenn der Blutdruck anhaltend über 160/100 mmHg ist, wird wohl beides zutreffen: Sie werden blutdrucksenkende Medikamente verschrieben bekommen und auch Ihren Lebensstil umstellen müssen. 

 

Verhaltensänderung

 

  • Diät – Der Arzt wird den Patienten zu einem Ernährungsberater überweisen, welcher einen individuellen Ernährungsplan aufstellt, der die Menge an salz- und fetthaltigen Speisen stark beschränkt. Eine ausgewogene Ernährung beinhaltet viel Fisch und Gemüse, was hilft Gewicht zu verlieren. 
  • Training – Meistens wird Ihnen auch nahegelegt werden, dass Sie mehr Sport, wie zum Beispiel Aerobic und andere leichtere Sportarten, treiben und sich körperlich mehr betätigen, um Gewicht zu verlieren. 
  • Weniger Alkohol und koffeinhaltige Getränke
  • Das Rauchen aufhören
  • Schlaf – Mindestens 6 Stunden am Tag
  • Falls Sie eine Frau sein sollten, die plant ein Kind zu bekommen, sollten Sie Ihren Hausarzt kontaktieren und sich darüber informieren, wie Sie Ihren Blutdruck in der Zeit der Schwangerschaft regulieren. 
  • Diese einfachen Umstellungen im Leben in Kauf zu nehmen, kann helfen eine Behandlung durch Medikamente überflüssig zu machen. Besonders in einem frühen Stadium der Krankheit. Diese Veränderungen können auch helfen, langfristig gesund zu bleiben und Krankheiten wie Fettleibigkeit vorzubeugen.

 

Blutdrucksenkende Medikamente

 

Menschen mit Bluthochdruck wird meistens eine Kombination unterschiedlicher Medikamente verschrieben. Patienten unter 55 Jahren bekommen normalerweise ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker (ARB) empfohlen. Patienten über 55 bekommen oft Kalziumantagonisten verschrieben.

Diese Medikamente haben einige seltene Nebenwirkungen, zu denen Durchfall, Trägheit und Schwindel beim ruckartigen Aufstehen zählen. Auf dem Markt sind viele verschiedene Medikamente verfügbar. Sollte eine dieser Nebenwirkungen also Ihren Alltag belasten, kontaktieren Sie einen Doktor bezüglich eines möglichen Wechsels des Medikaments. 

 

Alternative Behandlungsmöglichkeiten

 

Auch wenn die zuletzt genannten Formen der Behandlung die üblichsten und effektivsten in der Behandlung von Hypertonie sind, gibt es auch einige Patienten, die von anderen wirksamen Methoden berichten. Wichtig ist klarzustellen, dass diese alternativen Behandlungsmöglichkeiten in ihrer Wirksamkeit nicht wissenschaftlich erwiesen sind. Zu diesen Alternativen gehören:

  • Folsäure
  • Fasern von Flohsamen und Weizenkleie
  • Mineralien wie Magnesium, Kalzium und Eisen
  • Alle Nahrungsergänzungsmittel, die den Stickoxid-Gehalt erhöhen und die Blutgefäße weiten, so wie Kakao, Coenzym Q10, L-Arginin und Knoblauch
  • Omega-3-Fettsäuren, wie zum Beispiel aus fettigem Fisch

Alle diese Ergänzungsmittel sind, auch abgesehen von ihrer Verwendung als alternative Behandlung von Bluthochdruck, wichtige Bestandteile einer gesunden Ernährung. Bevor Sie solche Mittel und Nahrungsmittel zu sich nehmen, sollten Sie jedoch einen Arzt konsultieren, um sicherzugehen, dass diese Stoffe nicht mit anderen Medikamenten wechselwirken oder Ihre Gesundheit gefährden. Während manche dieser Stoffe die Wirksamkeit Ihrer Medikamente möglicherweise verstärkt, kann sie durch andere gänzlich aufgehoben werden.

Stress besser

 

um das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu minimieren. Stress ist ein unvermeidbarer Faktor des Alltags, aber ohne ihn richtig zu bewältigen, stellt man seine Gesundheit aufs Spiel. Sie könnten aus diesem Grund probieren:

  • Atemübungen
  • Meditation
  • Massagen
  • Yoga und Tai Chi

Ärzte empfehlen darüber hinaus, einen “sauberen” Lebensstil anzustreben, welcher daraus besteht nicht zu rauchen und Gebiete mit hoher Luftverschmutzung zu vermeiden. Dazu gehört auch öfter an die frische Luft zu gehen, Koffein und Drogen zu vermeiden, zu trainieren, viel Wasser zu trinken und eine gesunde Ernährung zu verfolgen. 

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