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Cannabis Konzentrate – Und wie man das Beste aus ihnen macht

Cannabis Konzentrate kommen in allen Formen und Größen. Es gibt Shatter, Dabs und Wachs; Destillate und Isolate, Rosin, Öle und vieles mehr! Mit der Weiterentwicklung der Cannabis Industrie und damit der Extraktions-Technologie, ist die Anzahl verschiedener Konzentrate geradezu exponentiell angestiegen.

Ähnlich ist es mit der Geschichte der Marihuana und Cannabis Sorten (öfters bezeichnet als ‘Strains’). Vor Jahrzehnten hat nur eine Handvoll ausgewählter Sorten den Großteil des Marktes ausgemacht, was sich mittlerweile aber stark geändert hat. Die harte Arbeit mehrerer Züchter hat die Cannabis Szene in eine vielseitige und komplexe umgewandelt… in eine sehr komplexe.

Auf die gleiche Art und Weise haben die ständigen Bemühungen pure, klare, und stärkere Konzentrate zu erzeugen allerlei Ableger ergeben. Aber bevor es mehr ins Detail geht, sollte erst der eigentliche Begriff erläutert werden. 

Cannabis Konzentrate:

Ein Produkt, das aus dem harzreichsten Teil der Cannabis Pflanze (z.B.. der Blüte) extrahiert wird und dann weiterverarbeitet wird, bis es seine höchste Konzentration erreicht hat. 

Cannabis Konzentrate… In der Antike? 

Man darf nicht vergessen, dass obwohl Cannabis Konzentrate sich in ihrer Komplexität (und Intensität) in den letzten Jahren rapid entwickelten, sie nicht wirklich eine moderne Erfindung sind. Bereits in der Antike wurde ein konzentriertes Pflanzenharz mit dem Namen “Haschisch” verwendet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit führte genau dieses Haschisch zu den extrem hohen THC Level welches von Forschern in den Körpern Ägyptischer Mumien gefunden wurde. 

Demnach zu urteilen ist es auch weniger überraschend, dass auch schon holländischer Seefahrer John Huyghen Van Linschoten nach Verwendung des Ägyptischen Haschischs meinte: “Hempe excessively filleth the head.”, was ins Deutsche übersetzt so viel wie “Hasch füllt den Kopf maßlos.” bedeutet

Haschisch war ebenfalls beliebt in Indien und anderen Ländern des nahen und fernen Ostens. Üblicherweise wurde es tatsächlich von den Farmarbeitern eingesammelt und dann zeremoniell konsumiert. Im Islam wurde Cannabis, bis auf einige Ausnahmen, beinahe immer nur in konzentrierter Form gegessen – das Rauchen der Pflanze war bis 1500 eher unüblich. 

Im späten 18. Jahrhundert ist Haschisch dann auch in Europa angelangt, wo es schnell in literarische und artistische Kreise aufgenommen wurde. Dr. Jacques-Joseph Moreau hat sogar den “Club des Hashischins”  – “Klub der Haschisch Esser” – eröffnet, um die Effekte der Substanz auf experimentelle und genießerische Art und Weise zu untersuchen. Verlockend für zahlreiche schlaue Köpfe aus der ganzen Welt, hat Dr. Moreau’s Klub erheblich zu der Vielseitigkeit der Französischen Kultur des 19. Jahrhunderts beigetragen.

Letztendlich könnte man sagen, dass viele der einflussreichsten Haschischin Dichter, wie etwa Arthur Rimbaud, nur unter dem aufbauenden Einfluss des Cannabis Konzentrates ihre besten Werke geschaffen haben. Es stellt sich heraus, dass die Geschichte des Marijuanas voll mit kreativen Unterfangen ist! 

Mit dem Übergang zum 20. Jahrhundert entwickelten sich die Konzentrate weiter. Haschisch und Kief (eine pudrige Substanz, die aus den Trichomen der Cannabis Pflanze gewonnen wird) wurden erstmals in Alkoholbasen eingelegt um daraus rohe Cannabis Tinkturen zu produzieren; Es waren eben diese Tinkturen die einst die Regale alter Apotheken und Arztpraxen geschmückt haben. Die Gesellschaft hat langsam angefangen die Vorteile und Nutzen der Pflanze zu verstehen, obwohl sie gerade erst anfingen zu entdecken wie genau. 

Indica
Bildquelle: antiquecannabisbook.com

Kurz nach der Jahrhundertwende hörte die Verwendung abrupt auf, jedoch nicht ohne ein späteres Wiederaufleben in besserer Qualität und mit größerer Vielfalt.

Klassifizierung der Konzentrate

Anfang der 70er haben sich Cannabis Konzentrate in das entwickelt, was sie heute sind. Heutzutage findet man zwei Sorten des Konzentrats: Extrakte und lösungsmittelfreie Konzentrate.

Extrakte: Unter Extrakten versteht man Konzentrate, die mithilfe von Chemikalien aus der Cannabisblüte heraus-extrahiert wurden. Um dies zu erreichen muss ein Lösungsmittel verwendet werden, wobei verschiedene Lösungsmittel verschiedene Konzentrate ergeben. Beispielsweise führt das Extrahieren des Konzentrats mithilfe von natürlichem CO₂ (Kohlendioxid) zu einem Konzentrat welches pur, aber nicht sonderlich divers in seinen Inhaltsstoffen ist. 

Cannabis-Konzentrate
Cannabis Blüte + Lösungsmittel + geschlossene Extraktionsmaschine = rohes Extrakt. Bildquelle: Eden Labs.

Das Extrahieren mit Alkohol, wie beispielsweise mit Ethanol, produziert wiederum ein potentes Extrakt, das einen höheren Anteil der “aktiven Inhaltsstoffe” von Cannabis enthält. Dieses Extrakt müsste allerdings ein weiteres Mal aufbereitet werden, um etwaige Lösungsmittelreste zu entfernen. Dieser Aufbereitungsprozess wird üblicherweise mit der Hilfe eines Vakuum-Ofens durchgeführt. Ein Vakuum Ofen schafft es alle Rückstände aus dem Extrakt zu ziehen, was aber leider auch zum Entfernen von Terpenen führen kann. 

Andere beliebte Lösungsmittel sind unter anderem Butan, Hexan and Kohlenwasserstoff. Obwohl diese Methoden wirksam im Extrahieren von Cannabinoiden sind, müssen bei diesen Methoden Gase eingesetzt werden. Ein Konzentrat, das mit einem dieser das so produziert wurde, müsste wiederum in einen Vakuum-Ofen platziert, gereinigt und anschließend extensiv getestet werden, bevor es an einen Konsumenten weitergegeben werden kann.  Es gilt als wahrscheinlich, dass manche der Restchemikalien zu Abhängigkeiten führen können.  

Die Konsistenz eines Extraktes hängt stark von seiner Reinheit ab. Wenn ein Extrakt wachsig ist, liegt es oft daran, dass sich noch Lösungsmittelreste darin befinden. Hier zu beachten ist, dass auch die natürlichen Pflanzenwachse zu der wachsigen Substanz beitragen können. Die “Winterization” (der Trennungsprozess von Unreinheiten vom Extrakt mit der Hilfe von Kälte) und/oder Destillation (Trennungsprozess mit der Hilfe von Fraktionierung) können beide verwendet werden um Rohextrakte zu veredeln. Besonders pure Extrakte sind dicht – oder sogar komplett kristallin – in ihrer Natur. Pure Cannabinoide sehen aus wie weißliche Kristalle. 

Lösungsmittelfreie Konzentrate: Diese Konzentrate werden, wie man sich bereits denken kann, ohne die Benutzung von chemischen Lösungsmitteln produziert. Stattdessen wird ein mechanischer Prozess verwendet um die Cannabinoide aus der Blüte zu ziehen, oder zu drücken. Obwohl diese Extraktionsmethode weniger effizient als die Extraktion mit Lösungsmitteln ist, haben lösungsmittelfreie Konzentrate einen großen Vorteil: Ihre Reinheit. 

Im Falle der antiken, lösungsmittelfreien Sorten wie etwa Haschisch – heutzutage auch einfach nur Hasch genannt – führt wiederholtes Bearbeiten der Cannabisblüte dazu, dass die Cannabinoid-reichen Trichome der Pflanze abfallen. Trichome sind mikroskopische, haar-ähnliche Auswüchse die man auf der Oberfläche des Cannabis oder auf anderen Pflanzen findet. 

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Trichome sind der Teil der Pflanze, in dem das Cannabinoid produziert wird. 
Bildquelle: High Times

Erst einmal aufgesammelt, haben diese Trichome oft eine staubige Konsistenz welche gut in eine Puck-Form gepresst werden kann. Während traditionelle Haschisch Produktion relativ simpel ist, ist sie andererseits sehr zeitaufwendig. 

Dank der modernen Cannabis Industrie wurden aber bereits mehrere Methoden entwickelt, die diesen Prozess beschleunigen. Die Beliebteste ist hierbei die Verwendung von hohem Druck, der  zu einem Konzentrat mit dem Namen Rosin führt. Um Rosin zu erhalten, müssen die Blüten der Cannabis Pflanze zwischen die Platten einer großen, leicht erhitzten Presse gelegt werden, die dann die Fettlösung im Cannabis mit bis zu 1000 PSI (pressure per squareinch) herauspressen. 

Es gibt zwei primäre Rosin Sorten: Die ‘klassische’ Sorte, und die ‘live’ (lebendige) Sorte. Klassisches Rosin wird aus getrockneten Cannabis Blüten herausgepresst, während die letztere Sorte üblicherweise aus schockgefrosteten, beinahe ‘rohen’ Blüten gepresst wird. Von all den erhältlichen Sorten sind ‘live’ Rosine dank ihrer Terpene, ihrem Geschmack und ihrer Intensität, die teuersten. 

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Pressung von Live Rosin. Bildquelle: Rosintech

Du hast ein Konzentrat… und nun? 

Das Endergebnis der Konzentratproduktion ist üblicherweise ein zähes, goldenes Öl welches zwischen 70 – 90% Cannabinoide aufweist. Falls es aus CBD-reichen Cannabis gewonnen wird, dann ist die Konzentration im Rahmen von 70 – 90% CBD und mit geringem THC Anteil. Falls es aus THC-reichen Cannabis gewonnen wird, ist es genau anders herum. Beide Varianten des Konzentrats sind sehr wirksam. 

Je nach gesundheitlichen Bedürfnissen und Ambitionen kann das Konzentrat auf unterschiedliche Art und Weise konsumiert werden. Laut Dr. Bob Melamede sollten Menschen die unter ernsten Erkrankungen, wie etwa Krebs oder Autoimmunerkrankungen leiden, ein reines Konzentrat über den Lauf des gesamten Tages zu sich nehmen. Rick Simpson Öl, oder RSO, hat sich in solchen Fällen oft nützlich erwiesen. 

RSO ist ein Cannabis Konzentrat welches traditionell mit hochselektivem Naphtha als Lösungsmittel produziert wird; Oft beinhaltet es eine Mischung aus Cannabinoiden und Terpenen und kann zudem äußerlich angewendet, aber auch durch den Mund aufgenommen werden. 

Selbstverständlich sind mittlerweile viele weitere Sorten Cannabisöl erhältlich geworden seitdem Rick und seine Phoenix-Tears Stiftung dafür gesorgt haben, Konzentraten die Aufmerksamkeit zu geben, die sie verdienen.  Es gibt aus CO₂ gewonnenes Öl, welches üblicherweise einen proportional geringeren Terpen-Gehalt aufweist, und aus Butan gewonnenes Öl (BHO), welches andererseits mehr Terpene enthält. 

Lässt man die Öle lange genug ruhen, brechen manche nach einiger Zeit sogar selbst in ihre separaten Bestandteile auseinander. Man kann es wie einen natürlichen Reinigungsprozess sehen; kristalline Cannabinoide mit dem Namen “Diamanten”, können sich selber von der mehr dickflüssigen Komponente (welchen man “Soße” nennt) abtrennen. 

Eine der beliebtesten Sorten des Cannabisöls ist das Hasch Öl, oder auch Honigöl. Honigöl wird zweimal veredelt: Man fängt mit bereits konzentriertem Hasch an, das dann ein weiteres Mal raffiniert und veredelt wird. 

Manchmal wird dieses Hasch extrahiert, manchmal wird es zu Rosin gepresst; man erhält ein Endprodukt das potent und rein und zudem reich an Cannabinoiden und Terpenen ist. 

CBD Öl: Nicht ganz ein Konzentrat, aber trotzdem hilfreich

Ebenfalls können Konzentrate verdünnt werden, was praktisch für diejenigen ist, die schwere gesundheitliche Probleme haben oder es für Entspannungszwecke verwenden wollen. Man muss sich nur einmal das Aufleben der Beliebtheit von CBD Öl anschauen! Die meisten Menschen wissen es nicht, aber der CBD-Anteil in CBD Öl ist relativ niedrig. Sehr wahrscheinlich wurde anfangs dafür ein aus CO₂ gewonnenes, sehr CBD-reiches Konzentrat verwendet, das dann stark mit einem Trägeröl verdünnt wurde. 

Der gleiche Verdünnungsprozess kann für jede Sorte Cannabis Konzentrat verwendet werden, je nach Gesundheits- und Wohlfühlzwecken. Viele Nutzer müssen nicht wirklich jeden Tag Cannabis konsumieren. Diese Sorte Öl macht eine Micro-Dosierung – und die leichte Erhöhung der Dosis – um einiges leichter. 

Generell  haben Cannabis Konzentrate einige große Vorteile gegenüber weniger verfeinerter Produkte. Der offensichtlichste Vorteil ist, dass sie nicht geraucht werden müssen (obwohl man könnte), was die Lungen schont. Viele Konzentrate können leicht mit Verdampfern verwendet werden, was sie zum perfekten Kandidaten fürs Vapen (Verdampfen) macht. 

Konzentrate sind zudem auch praktisch. Sie werden oft in Dampfkartuschen, Kapseln, Tropffläschchen, oder sogar in Lebensmittel für eine bereits abgemessene Dosierung verpackt. Für offensichtliche Gründe macht sie diese “Verpackung” viel diskreter als das Rauchen von Cannabis. 

Ein weiterer potentieller Vorteil von Konzentraten: die Vielfalt. Es ist unwahrscheinlich, dass die im Verkauf erhältlichen Konzentrate alle von einem einzigen Pflanzen-Phänotyp abstammen. Eher wahrscheinlich ist, dass jede Ernte von Pflanze zu Pflanze zu einigen Abweichungen führt, und dass diese kleinen Unterschiede in den Terpen- und Cannabinoidprofilen dann ihren Weg in jede Extraktion finden – und damit in jedes Extrakt. In diesem Fall ist weniger Standardisierung und mehr Biovielfalt eine gute Sache. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass  Cannabis Konzentrate dem Körper helfen das Beste aus den gewünschten Cannabis Wirkstoffen zu machen, indem man die aktiven Bestandteile des Cannabis in eine Form bringt, die am effektivsten und bequemsten für uns ist. Es gibt gute Gründe wieso Konzentrate schon lange in unserer Geschichte verwendet wurden und wieso sie bis zum heutigen Tag immer beliebter werden. 

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