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Alkoholextraktion

Die Alkoholextraktion, auch Ethanolextraktion genannt, ist eine lösungsmittelbasierte Methode, um die Wirkstoffe aus der Cannabispflanze in einem Cannabisextrakt zu sammeln. Dabei handelt es sich um eine der sichersten – und neben der CO2-Extraktion – eine der am häufigsten verwendeten Extraktionsmethoden, da keine Gefahr besteht, dass toxische Rückstände im Endprodukt verbleiben.

Das Pflanzenmaterial wird mit Alkohol getränkt, um die Cannabinoide und Terpene heraus zu trennen, dann wird die entstehende Flüssigkeit gefiltert und schließlich erhitzt, um den restlichen Alkohol zu verdunsten.
Die Alkoholextraktion kann auch mit Isopropylalkohol anstelle von Ethanol durchgeführt werden.

Aroma

Das Aroma von Cannabis ist der Duft oder Geruch, der von der Cannabispflanze produziert wird. Verschiedene Cannabissorten können unterschiedliche Aromen haben und je nach Terpenoidprofil der Sorte variieren. Für den einzigartigen Geruch jeder Cannabis-Variante sind Terpene verantwortlich, sie haben aber auch therapeutische Eigenschaften.

Bong

Bongs sind Wasserpfeifen zum Rauchen von Cannabisblüten oder Cannabisextrakten. Sie bestehen aus einem einfachen Rohrmechanismus, bei dem der den Rauch durch eine kleine Menge Flüssigkeit gezogen wird, bevor er in die Lunge gelangt. Die Flüssigkeit (meist Wasser) fängt einige der schwereren Partikel im Rauch ein, sodass sie nicht in die Atemwege gelangen, und kühlt den Rauch ab. Das Ergebnis ist ein leichter, gereinigter Rauch, der besser verträglich ist.

Blütezeit

In der Cannabiskultur ist die Blütezeit ein Entwicklungsstadium der Cannabispflanze, in dem an den Cannabisstämmen Knospen wachsen. Die Umwelt- und Nährstoffbedingungen während dieser Zeit beeinflussen stark das chemische Ergebnis (Cannabinoid-, Terpen- und Flavonoidprofil) der Cannabisblüten.

Butanextraktion

Die Butanextraktion ist eine Methode zur Extraktion der aktiven Komponenten der Cannabispflanze in ein Cannabiskonzentrat mittels Butan als Lösungsmittel. Dies ist eine häufige, effektive und kostengünstige Methode.
Butan bindet sehr leicht an die Trichome der Pflanze, wodurch es beim Herauslösen der Cannabinoide und Terpene aus dem Pflanzenmaterial sehr effizient ist. Der Extraktionsprozess muss jedoch unter sehr strengen Richtlinien erfolgen, damit kein Restbutan im Endprodukt verbleibt, da Butan sehr giftig ist.
Butanextrahierte Cannabisprodukte sollten nur dann konsumiert werden, wenn dafür Labortests von Drittanbietern vorhanden sind, die nachzuweisen, dass die Produkte keine toxischen Rückstände enthalten.

Cannabis

Cannabis Sativa, auch bekannt als Cannabis, ist eine Blühpflanze aus Zentral- und Südasien. Der Begriff „Cannabis“ umfasst mehrere nicht-wissenschaftliche Klassifizierungen, die „Marihuana“ (wenn die Pflanze einen hohen THC-Wert aufweist) und „Hanf“ (wenn sie für industrielle Zwecke angebaut wird und wenig bis gar kein THC enthält) einschließen.
Die Cannabispflanze wird seit mehreren tausend Jahren als Nahrungsmittel und Textilfaser, als Medikament sowie als Freizeit- und bewusstseinserweiternde Droge angebaut und genutzt.

Cannabinoids

Cannabinoide sind chemische Verbindungen, die mit dem Endocannabinoid-System unseres Körpers interagieren. Sie werden einerseits natürlich vom Körper produziert (Endocannabinoide), sind andererseits aber auch in Cannabis zu finden (Phytocannabinoide) oder können künstlich hergestellt werden (synthetische Cannabinoide).
Bis heute wurden mindestens 140 Cannabinoide in Cannabis gefunden, die bekanntesten davon sind THC, CBD, CBG und CBN.

Cannabigerol (CBG)

CBG oder Cannabigerol ist eines von mindestens 140 Cannabinoiden, die neben CBD und THC in Cannabis vorkommen. Es kommt nur in sehr kleinen Mengen vor, aber jede Cannabissorte enthält mindestens 1% CBG. Bislang wurden keine Studien zu CBG am Menschen durchgeführt. In Tierversuchen gab es jedoch vielversprechende Ergebnisse für das medizinische Potenzial dieses Cannabinoids.

Cannabidiol (CBD)

CBD (oder Cannabidiol) ist ein Cannabinoid und kommt in den meisten Cannabissorten in großen Mengen vor. In zahlreichen klinischen Studien wurde festgestellt, dass CBD bei der Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten wie Epilepsie, PTBS, HIV/AIDS, Krebs, MS, Morbus Crohn, Parkinson, ALS, Alzheimer und Arthritis hilft.
CBD hat beim Menschen keine berauschende Wirkung und ist daher eine sichere pflanzliche Therapieoption.

Cannabiskapseln

Cannabiskapseln sind eine Methode zur Einnahme von Cannabis über den Verdauungstrakt.
Dabei handelt es sich um pharmazeutisch hergestellte Kapseln mit Cannabisextrakten oder -derivaten, wie getrocknete, decarboxylierte Blüten, Cannabis-infundierte Öle und isolierte Cannabinoide.
Über Kapseln nimmt man zuverlässig eine genaue Dosis ein und der Konsum ist diskret. Die Bioverfügbarkeit entspricht der von Cannabis-haltigen Lebensmitteln.

Cannabis-haltige Lebensmittel

Cannabis-haltige Lebensmittel sind Lebensmittel oder Getränke, die mit Cannabisextrakten angereichert wurden, um die Wirkung der Pflanze durch orale Einnahme zu erzielen. Die Lebensmittel können je nach aufgenommener Menge und Cannabissorte, aus der die Inhaltsstoffe gewonnen wurden, unterschiedliche Wirkungen haben.
THC-freie Lebensmittel haben keine berauschende Wirkung auf die KonsumentInnen, während sie gleichzeitig die therapeutische Wirkung von CBD und anderen berauschenden Cannabinoiden bieten. THC-haltige Lebensmittel können je nach Dosis „high“ machen.

Cannabisöl

Cannabisöl ist eine Art therapeutisches Öl mit Cannabisextrakten. Es wird normalerweise in einer Flasche mit Tropfvorrichtung verkauft, damit es sublingual (unter die Zunge) aufgetragen werden kann oder um Lebensmittel oder Arzneimittel zur äußeren Anwendung damit manuell anzureichern.
Cannabisöl besteht in der Regel aus einem Trägeröl (natürliche Öle wie Kokos-, Oliven- oder Hanfsamenöl) und einem Cannabisextrakt, der jede mögliche Cannabinoid-Kombination enthalten kann.
Cannabisöle können entweder aus Extrakten hergestellt werden, die THC enthalten und eine bewusstseinsverändernde Wirkung haben, oder sie können aus Cannabis mit niedrigem THC-Gehalt gewonnen werden. Letztere werden als CBD-Öle bezeichnet und haben die therapeutische Wirkung von nicht berauschenden Cannabinoiden, ohne die KonsumentInnen high zu machen.

Cannabisprodukte zur äußeren Anwendung

Cannabisprodukte zur äußeren Anwendung sind Cremes, Balsame, Gele, Lotionen und Salben, die mit Cannabisextrakten angereichert wurden. Sie werden zur Anwendung auf der Haut hergestellt und bieten eine lokale Schmerzlinderung sowie eine Reduzierung von Entzündungen und Schmerzen.

Cannabisbörse

Die Cannabisbörse ist der Teil der Aktienmärkte, bei dem mit Aktien von Cannabisunternehmen gehandelt wird. Die meisten Börsen (wie NASDAQ oder NYSE) haben Aktien von verschiedenen Cannabisunternehmen in ihrem Portfolio.

Cannabisharz

Cannabisharz ist eine harzige Substanz um die Knospen der Pflanze herum. Es enthält eine große Menge an Cannabis-Wirkstoffen. Das Harz kann durch verschiedene lösungsmittelfreie Extraktionsmethoden extrahiert werden, um ein Cannabisextrakt namens Hasch herzustellen.

Cannabistinktur

Eine Cannabistinktur ist eine Art alkoholbasiertes Cannabisextrakt. Mit Tinkturen kann Cannabis einfach und effektiv oral oder sublingual verabreicht werden. Sie können auch – ähnlich wie CBD-Öle – Lebensmitteln und Getränken zugesetzt werden.
Um eine Cannabistinktur herzustellen, muss das Pflanzenmaterial zunächst decarboxyliert werden, damit seine therapeutischen Verbindungen aktiviert werden. Danach werden Teile der Pflanze für mehrere Wochen in Alkohol getränkt, bis die Cannabinoide freigesetzt wurden.

CBD-Öl

CBD-Öl ist eine Art Cannabisöl, das als Hauptwirkstoff Cannabidiol enthält. CBD-Öle sind als Isolate erhältlich, die CBD als einzigen Wirkstoff enthalten, oder als Vollpflanzen-/Vollspektrum- und Breitspektrum-Öle, die eine Mischung aus weiteren Cannabinoiden und Terpenen enthalten.
Obwohl CBD-Öl auch aus Hanf gewonnen werden kann, ist es nicht dasselbe wie Hanföl oder Hanfsamenöl.

Cannabitriol (CBT)

Cannabitriol ist eines der über 140 Cannabinoide der Cannabispflanze. Obwohl seine therapeutische Wirkung unter die Theorie des Entourage-Effekts fällt, ist noch mehr Forschung erforderlich, um sein pharmakologisches Potenzial zu entdecken.

Cannabicitran

Cannabicitran ist eines der vielen Cannabinoide der Cannabispflanze. Es ist ein in sehr geringer Menge vorkommendes Cannabinoid und sein therapeutisches Potenzial wird derzeit noch erforscht.

CO2-Extraktion

Die CO2-Extraktion ist ein Cannabisextraktionsverfahren, bei dem Kohlendioxid (CO2) unter hohem Druck als Lösungsmittel verwendet wird, um die aktiven Komponenten der Pflanze vom Rest des Pflanzenmaterials zu trennen. Die CO2-Extraktion ist neben der Alkoholextraktion eine der beliebtesten Extraktionsmethoden, da sie nicht so leicht entzündlich ist wie andere Lösungsmittel und daher ein geringes Risiko darstellt. Da CO2 eine natürlich vorkommende Verbindung ist und keine toxischen Rückstände hinterlässt, besteht für die KonsumentInnen keine Vergiftungsgefahr. Durch die Vielseitigkeit von CO2 und die gewählten Temperatur- und Druckbedingungen lassen sich unterschiedliche Bestandteile aus der Pflanze zu trennen.

Cannabisfachgeschäft

Cannabisfachgeschäfte sind lizenzierte Geschäfte, die Cannabis, Cannabisprodukte, Zubehör und Utensilien verkaufen dürfen. Die Artikel variieren je nach Legalisierungsstatus der Produkte im jeweiligen Land. Im Allgemeinen bieten Cannabisfachgeschäfte eine breite Palette von Cannabisprodukten an, darunter getrocknete Knospen, Konzentrate und Öle, sowie Zubehör für den Cannabiskonsum, wie Vape Pens, Grinder, Bongs und Dab Rigs.

Curing

Beim Curing wird das geerntete Cannabis getrocknet, um die Decarboxylierung der Cannabinoide zu erreichen.
Der Prozess ist einfach: Man bewahrt geerntete Cannabis in Gläsern auf und öffnet sie regelmäßig, damit die überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann. Dies erhöht die Qualität der Knospen und macht sie konsumfertig.

Dab

Dabs sind eine Art hochkonzentriertes Cannabisextrakt, das mittels einer speziellen „Dab-Rig“ konsumiert wird. Sie bestehen in der Regel aus Haschöl.

Dab Rig

Eine Dab Rig ist eine Art Rohr, das speziell zum Dabbing entwickelt wurde.

Dabbing

Dabbing ist eine Methode des Cannabiskonsums, bei der eine Dab Rig (eine Art Glasrohr) verwendet wird, um eine spezielle Art von Cannabisextrakt, den sogenannten „Dab“, zu verdampfen. Beim Dabbing erwärmt der Benutzer einen leeren Teil des Rohres (genannt „Nail“) mit einem Brenner. Nach dem Erwärmen des Nails wird das Cannabiskonzentrat oder der „Dab“ eingelegt. Durch die indirekte Wärme verdampft das Konzentrat und wird dann über das Mundstück des Rohres eingeatmet.

Decarboxylierung

Decarboxylierung ist der Prozess der Aktivierung der chemischen Inhaltsstoffe von Cannabis, um eine bestimmte Wirkung im menschlichen Körper oder Geist zu erzeugen. Cannabinoide wie CBD oder THC sind in rohem Cannabis in Form von THCA und CBDA (A steht für „acid“, das englische Wort für „Säure“) enthalten. THCA und CBDA sind eigentlich auch Cannabinoide mit therapeutischen Wirkungen beim Menschen, die sich von den Wirkungen von THC und CBD unterscheiden. Vor allem hat THCA keine psychotropen Effekte – THC jedoch schon.
Die Decarboxylierung wird durch einfaches Erwärmen des Pflanzenmaterials (insbesondere der Cannabisblüten) erreicht, weshalb getrocknetes Cannabis geraucht oder gedampft (inhaliert) wird.
Auch vor der Herstellung von Cannabislebensmitteln und -extrakten muss Cannabis decarboxyliert werden.

Darreichungsform

Die Darreichungsformen sind die verschiedenen Möglichkeiten, wie Cannabinoide in den Körper eingeführt werden können, um ihre therapeutische oder entspannende Wirkung zu erzielen. Die Darreichungsformen können in vier verschiedene Kategorien eingeteilt werden:
-Inhalation: Cannabinoide gelangen über die Atemwege in den Körper, indem Teile der Cannabispflanze oder Cannabisextrakte geraucht oder gedampft (inhaliert) werden.
-Einnahme über den Mund: Wenn Cannabis-haltige Lebensmittel, Kapseln oder andere Extrakte konsumiert wurden, gelangen die Cannabinoide über den Verdauungstrakt in den Körper.
-Sublinguale Einnahme: Die Cannabinoide gelangen über das Gewebe unter der Zunge in die Blutbahn. Die häufigsten Cannabisprodukte für diese Methode sind Tinkturen und Öle.
-Mittel zur äußeren Anwendung: Cannabis-haltige Mittel zur äußeren Anwendung sind Cremes, Lotionen oder Salben mit aktiven Cannabinoiden, die auf die Haut aufgetragen werden.

Endocannabinoid System

Das Endocannabinoid-System ist ein komplexes System von Neurotransmittern, das bei Menschen und vielen Tieren existiert. Es besteht aus Cannabinoid-Rezeptoren, die mit Cannabinoiden interagieren und verschiedene Effekte in Körper und Geist zu erzeugen.
Der Körper produziert seine eigenen Cannabinoide, die sogenannten Endocannabinoide, die mit dem Endocannabinoid-System interagieren. Dieses System erfüllt mehrere homöostatische Funktionen für das innere Gleichgewicht des Körpers (Homöostase) und beeinflusst Dinge wie Appetit, Schmerzempfindung, Stimmung, Gedächtnis und kognitive Funktionen. Cannabinoide sind auch in der Cannabispflanze vorhanden (dort heißen sie Phytocannabinoide), die bei Aufnahme in den Körper mit dem Endocannabinoid-System interagieren und dieselben körperlichen und kognitiven Funktionen beeinflussen können.

Entourage-Effekt

Der Entourage-Effekt ist eine wissenschaftliche Theorie, die besagt, dass die aktiven Komponenten in Cannabis synergetisch zusammenwirken, um spezifische Effekte auf die menschliche Gesundheit zu erzielen, die von den Komponenten allein nicht erreicht würden.
Nach diesem Prinzip erzielen verschiedene Kombinationen von Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden unterschiedliche therapeutische Ergebnisse. Dieses Prinzip ist die Hauptlogik hinter dem Vollpflanzen-/Vollspektrumkonsum der Cannabispflanze. Obwohl der Entourage-Effekt derzeit noch erforscht wird, deuten starke Belege darauf hin, dass es sich um ein echtes, funktionierendes Prinzip handelt.

Extraktion

Die Cannabisextraktion ist der Prozess des Herauslösens der Cannabinoide und anderer Wirkstoffe der Cannabispflanze in ein konzentriertes Produkt namens „Cannabisextrakt“ oder „Konzentrat“. Die Methoden der Cannabisextraktion können von einfachen hausgemachten Techniken bis hin zu High-End-Laborprozessen mit komplexen Geräten reichen. Die Extraktion kann mit Lösungsmitteln wie CO2, Ethanol (Alkohol), Butan und Propan oder mit lösungsmittelfreien Methoden erfolgen, wobei bei Letzterem Extrakte wie Hasch oder Kief entstehen.

Extrakt

Ein „Cannabisextrakt“ oder „Konzentrat“ ist eine Substanz, die die Wirkstoffe der Pflanze (Cannabinoide, Terpene und Flavonoide), die durch den Extraktionsprozess vom Rest des Pflanzenmaterials getrennt wurden, enthält.
Extrakte sind veredelte Produkte, die eine präzisere Dosierung als Knospen bieten und vielfältige Formen des Konsums ermöglichen. Einige Formen von Extrakten sind Öle, Tinkturen, Wachse, Shatter, Hasch und Kief.
Extracts are refined products that offer more precise dosing than flower buds and allow for diverse forms of consumption. Some forms of extracts include oils, tinctures, waxes, shatters, hash, and kief.

Extraktion im geschlossenen Kreislauf

Die Extraktion im geschlossenen Kreislauf ist eine Technik zur Cannabisextraktion. In einem geschlossenen Kreislauf sind die Lösungsmittel, mit denen die aktiven chemischen Bestandteile aus der Pflanze getrennt werden, niemals der Luft ausgesetzt, sondern befinden sich immer in Rohren und Behältern. Diese Methode ist ein sichereres, weniger riskantes Verfahren und ermöglicht die mehrfache Wiederverwendung der Lösungsmittel.

Entzündungshemmend

Entzündungshemmend bezieht sich auf die Eigenschaft einer Substanz, Entzündungen oder Schwellungen im menschlichen Körper zu reduzieren.

Flavonoide

Flavonoide sind chemische Verbindungen, die in einer Vielzahl von Pflanzen, Blumen und Früchten – einschließlich der Cannabispflanze – vorkommen. In Cannabis sind die Flavonoide teilweise dafür den Geschmack, den Geruch und die Farbpigmentierung der einzelnen Sorten verantwortlich.
Flavonoide können auch eine therapeutische Wirkung auf die menschliche Gesundheit haben. Sie interagieren synergetisch mit Cannabinoiden und Terpenen, um die besondere Wirkung einer Cannabissorte hervorzurufen.
Obwohl es weithin anerkannt ist, dass Flavonoide pharmakologisch aktiv sind, sind sie kaum erforscht und es bedarf weiterer Studien, um ihr wahres Potenzial zu erschließen.

Gute Herstellungspraktiken

Gute Herstellungspraktiken sind Richtlinien von nationalen und internationalen Behörden, um zu gewährleisten, dass hergestellte Produkte (wie Lebensmittel und Medikamente) sicher für den menschlichen Verzehr sind und eine konstante Qualität von Charge zu Charge aufweisen.

Gewächshaus

Ein Gewächshaus ist ein Behälter oder ein Gebäude aus Glas oder anderen transparenten Materialien, in dem Pflanzen wie Cannabis während ihrer Kultivierung wachsen. In Gewächshäusern können die Landwirte das Umgebungslicht und die Temperatur kontrollieren, um bessere Pflanzen zu produzieren und höhere Erträge zu erzielen.

Gummibärchen

Gummibärchen sind eine beliebte Art von Cannabis-haltigen Lebensmitteln. Dabei handelt es sich um kleine bärenförmige Süßigkeiten auf Gelatinebasis, die mit Cannabis angereichert wurden, um eine therapeutische oder entspannende Wirkung auf die KonsumentInnen zu erzielen.

Gute landwirtschaftliche Praktiken

Gute landwirtschaftliche Praktiken sind Prinzipien der Landwirtschaft, d. h. der Produktion von Pflanzen und Tieren für den menschlichen Konsum. Die genaue Definition dieser Methoden variiert je nach Behörde, aber sie sollen im Allgemeinen dafür sorgen, dass die landwirtschaftliche Produktion sicher für den menschlichen Verzehr, den Boden und die Umwelt ist.

Hasch

Hasch ist eine Art lösungsmittelfreies Cannabisextrakt aus dem Harz der Cannabispflanze. Hasch wird durch die Trennung der harzigen Trichome vom Pflanzenmaterial gewonnen und war eines der ersten Cannabisextrakte in der Geschichte der Menschheit.
Es gibt verschiedene Verfahren zur Herstellung von Hasch, die zu unterschiedlichen Hascharten führen. Alle Arten werden jedoch ohne den Einsatz von Lösungsmitteln hergestellt.
Das Ergebnis kann ein festes harzartiges Material, ein Pulver oder eine pastöse Substanz sein, die die Wirkstoffe von Cannabis in konzentrierter Form enthält.
Hasch kann oral (nach der Decarboxylierung) aufgenommen, pur geraucht oder mit Tabak oder anderen rauchbaren Kräutern vermischt werden.

Haschöl

Haschöl, BHO- oder Butan-Haschöl, auch als Dab, Wachs, Honig oder Shatter bezeichnet, ist ein hochkonzentrierter Cannabisextrakt, der einen hohen Anteil der pflanzlichen Wirkstoffe enthält. Im Gegensatz zu traditionellem Hasch wird Haschöl mit einem Lösungsmittel (meist Butan) aus der Cannabispflanze gewonnen.
Die entstehende Substanz kann in kleinen Mengen geraucht, gedampft oder eingenommen werden, um eine sehr starke, sehr schnelle Wirkung zu erzielen. Haschöl wird auch gerne beim Dabbing verwendet.

Heirloom

Der Begriff „Heirloom“ bezieht sich auf eine bestimmte genetische Reinheit der Cannabispflanze. Heirloom-Pflanzen werden isoliert von anderen Cannabissorten gezüchtet, um eine genetische Fremdbestäubung, die zu einer neuen Cannabissorte führen könnte, zu vermeiden, da dadurch einige der besonderen Eigenschaften der Heirloom-Pflanze verloren gehen könnten.

Hanf

Hanf ist eine Sorte der Cannabispflanze mit niedrigem THC-Wert, der typischerweise für industrielle Zwecke angebaut wird. Seit Jahrtausenden wird Hanf von der Menschheit gezüchtet, um Textilfasern, Papier, Farbe, Lebensmittel und Baumaterialien herzustellen.
Hanf muss weniger als 0,3% THC enthalten, um nicht als Marihuana angesehen zu werden (in Europa: 0,2%). Hanf enthält jedoch große Mengen anderer Cannabinoide, vor allem CBD. Aus diesem Grund wird Hanf zur Herstellung von CBD-Öl und anderen therapeutischen Cannabisprodukten verwendet.

Hanfsamenöl

Hanfsamenöl oder Hanföl ist eine Art lebensmittelechtes Öl, das durch Kaltpressen von Hanfsamen hergestellt – genauso wie Sonnenblumenöl und Olivenöl. Obwohl es sich um ein aus Hanf gewonnenes Produkt handelt, enthält es keine nennenswerten Mengen an Wirkstoffen oder Cannabinoiden. Cannabinoidhaltige Öle werden als CBD- oder Cannabisöle bezeichnet und werden anstelle der Samen aus den Blüten, Stielen oder Blättern der Pflanze hergestellt.

Hydrokulturen

Hydrokulturen sind eine Anbautechnik, die bei der Cannabiskultivierung eingesetzt wird und bei der die Wurzeln der Cannabispflanzen in einer Wasserlösung hängen, anstatt in den Boden gepflanzt zu werden. Durch die Wasserlösung können die Züchter besser steuern, welche Nährstoffe die Pflanzen erhalten. So kann eine weitere Variable in der Entwicklung der Pflanze kontrolliert werden, was sich letztendlich auf die Endqualität der Ernte auswirkt.

Humulen

Humulen ist ein Terpen, das in der Cannabispflanze und auch in anderen Pflanzen wie Hopfen vorkommt.

Hybrid

Mit dem Begriff „Hybrid“ werden bestimmte Cannabissorten mit gemischten genetischen Profilen beschrieben. Es wird angenommen, dass die ursprüngliche Cannabispflanze in zwei oder drei Unterarten unterteilt ist, von denen die bekanntesten Indica und Sativa sind. Cannabisgenetiker betrachten heute alle verfügbaren Cannabisarten als Hybride, da die ursprüngliche Unterart durch Tausende von Jahren menschlicher Landwirtschaft herausgezüchtet wurde.

Indica

Cannabis Indica ist eine THC-reiche Unterart der Cannabispflanze, die ihren Ursprung auf dem indischen Subkontinent hat. Es gibt keinen wissenschaftlichen Konsens darüber, ob Cannabis Indica eine eigene Art von Cannabis Sativa oder nur eine Unterart derselben Pflanze ist. Der Begriff „Indica“ wird umgangssprachlich verwendet, wenn über Cannabispflanzen mit einer sedierenden, entspannenden Wirkung gesprochen wird, obwohl es bisher keine Belege dafür gibt, dass Indica-Pflanzen die gleichen chemische Profile haben. Indica-Pflanzen sind kleiner als Sativa-Pflanzen und haben breitere Blätter.

Indoor

„Indoor“ ist ein Begriff in der Cannabiskultivierung, mit dem ein Anbauszenario beschrieben, bei dem die Cannabispflanzen in einer geschlossenen Umgebung angebaut werden und in der Umweltbedingungen wie Licht, Feuchtigkeit und Temperatur vollständig vom Züchter gesteuert werden.
Indoor-Systeme können von einfachen selbstgebauten Geräten, die in einem Schrank installiert sind, bis hin zu komplexen Hightech-Prozessen, bei denen Hunderte von Pflanzen wachsen, reichen

Isolate

Isolate sind Cannabisextrakte, bei denen ein bestimmtes Cannabinoid aus den übrigen Wirkstoffen der Pflanze isoliert wurde. Zum Beispiel beinhalten CBD-Isolate nur CBD, aber keine anderen Cannabinoide oder Terpene.
Isolate gelten unter strengen medizinischen Bedingungen als hilfreich, da die PatientInnen von der Wirkung eines einzigen Cannabinoids profitieren können, ohne die Nebenwirkungen anderer Substanzen zu erleben. Allerdings stehen Isolate in der Kritik, weil bei ihnen der „Entourage-Effekt“ fehlt.

Klinische Studie

Klinische Studien sind Tests und Untersuchungen an freiwilligen ProbandInnen, um die Auswirkungen von Behandlungen und medizinischen Eingriffen auf die menschliche Gesundheit zu untersuchen. Klinische Studien sind ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur staatlichen Zulassung von Arzneimitteln.

Konvektion

Konvektion ist ein physikalischer Begriff, um eine Situation zu beschreiben, in der ein Element durch eine heißes Gas oder eine heiße Flüssigkeit erwärmt wird, anstatt durch direkten Kontakt mit einer heißen Oberfläche (das wäre Konduktion).
Die Konvektion kommt in Vaporizern und beim Dabbing zum Einsatz. Durch die Konvektion wird das Cannabis in einem warmen Luftstrom, der die Wärme gleichmäßig überträgt, erhitzt und ein Verbrennen des Konzentrats oder der getrockneten Pflanze verhindert.

Kreuzung

In der Cannabiszucht ist eine Kreuzung oder ein „Hybrid“ der genetische Nachkomme von zwei verschiedenen Cannabissorten. Züchter kreuzen Sorten, um neue Sorten zu kreieren, die die Merkmale von beiden Mutterpflanzen tragen.

Kristalle (Kief)

Cannabiskristalle, auch als „Kief“ bezeichnet, sind ein pulverförmiges Cannabisextrakt, das entsteht, wenn getrocknetes Cannabis gemahlen und durch ein Sieb gefiltert wird. Die Kristalle sind die eigentlichen Trichome der Pflanze, die eine große Menge an Cannabinoiden und anderen Wirkstoffen enthalten.

Kultivierung

In der Cannabis-Landwirtschaft ist die Kultivierung der Prozess des Anbaus von Cannabispflanzen für den menschlichen Konsum. Die Cannabiskultivierung ist ein ausgiebig untersuchter Bereich der Agrarwissenschaften. Die Kultivierer nutzen Technologien und wissenschaftliche Erkenntnisse, um verschiedene Variablen im Wachstumsprozess der Pflanze zu kontrollieren (wie Licht, Wetter, Bodenbeschaffenheit und Umweltbedingungen), um unterschiedliche Ergebnisse bei der Ernte zu erzielen.

Knospen

„Blüten“, „Knospen“ oder „Blütenknospen“ sind der Teil der weiblichen Cannabispflanze, der die höchste Konzentration an aktiven chemischen Bestandteilen (Cannabinoide, Terpene und Flavonoide) enthält.
Der Konsum von Knospen ist eine der einfachsten und häufigsten Formen des Cannabiskonsums.
Getrocknete Knospen können direkt mit einer Wasserpfeife oder Bong geraucht, zu einem Joint gerollt oder mit einem Vaporizer inhaliert werden.
Knospen sind auch das wichtigste Ausgangsmaterial für die Herstellung komplexerer Cannabisderivate wie Extrakte, Lebensmittel und Öle.

Keimung

In der Cannabiskultur ist die Keimung der Prozess, durch den die Cannabissamen „aktiviert“ werden. Cannabissamen können bei sachgemäßer Lagerung jahrelang in der vegetativen Phase bleiben. Die Keimung erfolgt, wenn die Cannabissamen mehrere Tage lang in einer dunklen, feuchten Umgebung aufbewahrt werden. Nach dieser kurzen Zeit brechen die Samenschalen und die ersten Sprossen treten heraus.
Die Keimung wird oft vor dem Auspflanzen der Samen durchgeführt, um sicherzustellen, dass sie richtig austreiben. Sobald die Samen gekeimt haben, sind sie bereit für die Aussaat.

Landrassen-Sorten

Landrassen-Sorten sind Cannabissorten, die aus Originalkulturen, die viele Jahrhunderte lang von anderen Cannabissorten isoliert waren, stammen, und daher bestimmte einzigartige, genetische Eigenschaften aufweisen. Die Cannabispflanze entwickelte sich ursprünglich in Zentralasien, aber ihre Samen wurden vor Tausenden von Jahren vom Menschen in viele Teile der Welt transportiert. Einige Sorten wurden an bestimmte Orte angepasst und über einen längeren Zeitraum nicht mit anderen Sorten gekreuzt (zum Beispiel in Afghanistan, Thailand oder Hawaii). Dies sind die ursprünglichen Landrassen-Stämme.

Limonen

Limonen ist ein Terpen, das in Cannabis und vielen anderen Pflanzen und Früchten wie Zitrusfrüchten vorkommt. Limonen erzeugt ein Zitrusaroma und es wird angenommen, dass es eine therapeutische Wirkung hat, besonders in Begleitung von Cannabinoiden.

Linalool

Linalool ist ein aromatisches Terpen, das in Cannabis und anderen Pflanzen vorkommt. Es wird angenommen, dass es eine beruhigende Wirkung auf den Menschen hat.

Live Resin

Live Resin ist eine Art Cannabiskonzentrat. Seine Besonderheit besteht darin, dass es unmittelbar nach der Ernte der Cannabispflanzen produziert wird. Durch diesen Prozess bleiben einige wichtige Komponenten der Pflanze wie Terpene und Flavonoide erhalten, die beim Trocknen und Curing verloren gehen oder abgebaut werden können.

Lösemittel

In der Cannabisextraktion sind Lösungsmittel Substanzen, mit denen die Trichome der Pflanze vom restlichen Pflanzenmaterial getrennt werden. Trichome enthalten die höchste Wirkstoffkonzentration, sind aber nicht wasserlöslich. Daher werden andere Chemikalien verwendet werden, um sie aus der Pflanze herauszulösen und Cannabiskonzentrate herzustellen.
Einige der am häufigsten verwendeten Lösungsmittel zur der Cannabisextraktion sind CO2, Ethanol (Alkohol), Propan, Butan, Naphtha und Isopropylalkohol.

Marihuana

Marihuana ist ein nicht-wissenschaftlicher Begriff, um Sorten der Cannabispflanze mit einem hohen THC-Gehalt zu beschreiben.
Marihuana wird seit Jahrtausenden wegen seines medizinischen, spirituellen und entspannenden Potenzials angebaut und konsumiert. Diese Art von Cannabis wird im Gegensatz zu Hanf speziell für den menschlichen Verzehr (über verschiedene Darreichungsformen) gezüchtet.
Marihuana enthält auch große Mengen an CBD, sowie andere wichtige Cannabinoide, Terpene und Flavonoide. Es gibt Marihuanasorten mit hohem CBD- und geringem THC-Gehalt, die einen therapeutischen Effekt ohne die normalerweise auftretende psychoaktive Wirkung bieten.

Naphtha

Naphtha ist ein aus Erdöl gewonnenes Lösungsmittel, das bei der Cannabisextraktion verwendet wird. Dieses Erdöldestillat trennt hochwirksam Trichome vom Pflanzenmaterial und vervollständigt den Extraktionsprozess. Dabei handelt es sich jedoch um eine sehr giftige Substanz und es können Restpartikel im extrahierten Produkt verbleiben, sodass der Verzehr von naphthenextrahiertem Cannabis normalerweise unsicher ist.

Outdoor

Der Begriff „Outdoor“ bezieht sich auf eine Methode, Cannabispflanzen unter freiem Himmel anzubauen – ohne die Verwendung eines Gewächshauses oder eines Indoor-Systems. Die Kultivierung im Freien erfolgt in der Regel in wärmeren Klimazonen, da die Cannabispflanze viele Stunden Licht und Wärme benötigt, um zu gedeihen.

Phänotyp

In der Cannabisgenetik bezieht sich der Begriff „Phänotyp“ auf die Gesamtmerkmale einer einzelnen Cannabispflanze. Cannabispflanzen (und auch sonst jedes Lebewesen auf der Erde) haben einen genetischen Code namens Genotyp. Der Genotyp trägt alle Entwicklungsmöglichkeiten einer einzelnen Cannabispflanze in sich. Die Gene aus dem Genotyp treten abhängig von Umweltfaktoren in Erscheinung. Der Genotyp einer Pflanze und die Umweltbedingungen, denen die Pflanze ausgesetzt war, bilden die endgültigen Eigenschaften der Pflanze, den sogenannten Phänotyp.

Pinen

Pinen ist ein Terpen, das häufig in Cannabis und Pflanzen wie Kiefern und anderen Nadelbäumen vorkommt. Es gibt Hinweise darauf, dass Pinen eine medizinische Wirkung auf die menschliche Gesundheit haben kann, insbesondere wenn es mit aktiven Cannabinoiden vermischt wird.

Pre-Rolled/Vorgedreht

Pre-rolls sind Marihuana-Joints, die bereits vorgedreht gekauft werden können, sodass die KonsumentInnen sie nicht mehr selbst drehen müssen.

Propan

Propan ist ein Lösungsmittel, das zur Herstellung von Cannabiskonzentraten verwendet wird. Die Propanextraktion funktioniert ähnlich wie die Butanextraktion: Die Cannabispflanze wird mit dem Lösungsmittel in Kontakt gebracht, wodurch die aktiven Komponenten aus dem Pflanzenmaterial herausgetrennt werden. Da Propan sehr giftig ist, müssen die Hersteller das verbleibende Propan aus dem Endprodukt entfernen.
Die Propanextraktion ist eine sehr beliebte Methode in der manuellen Extraktion, da sie nur eine kostengünstige Ausrüstung erfordert.

Quick-Wash Isopropyl Extract (QWISO)

QWISO, auch bekannt als „Quick-Wash-Hasch“ oder „ISO-Öl“, ist ein Cannabisextrakt, bei dem die Wirkstoffe aus dem Pflanzenmaterial unter Verwendung von Isopropylalkohol herausgelöst werden. Dies ist ein ähnlicher Prozess wie die Ethanolextraktion.

Reclaim

Als Reclaim wird das verbleibende konzentrierte Cannabis, das nach mehrmaligem Gebrauch in Dab Rigs kondensiert, bezeichnet. Das Reclaim kann gesammelt und konsumiert oder einfach entsorgt werden.

Restlösungsmittel

Restlösungsmittel sind Restchemikalien, die manchmal nach Abschluss des Extraktionsprozess in Cannabisextrakten und -konzentraten schlechter Qualität verbleiben. Bei einigen Extraktionsmethoden werden Lösungsmittel verwendet, um die aktiven Bestandteile aus dem Pflanzenmaterial zu trennen. Nach diesem Prozess müssen die Lösungsmittel aus dem Konzentrat entfernt werden. Wenn die Extraktion nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird, können die Lösungsmittel in das Endprodukt aufgenommen werden.
Restlösungsmittel können sehr gesundheitsschädlich sein und Probleme wie Hautreizungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Krampfanfälle und in einigen Fällen sogar den Tod verursachen.
Hochwertige Cannabisprodukte sollten Labortests von Drittanbietern durchlaufen haben. Diese analysieren das Endprodukt, um zu gewährleisten, dass keine toxischen Stoffe mehr enthalten sind.

Rick-Simpson-Öl

Rick-Simpson-Öl, oder RSO, ist eine Art Cannabisöl mit sehr hohem THC-Gehalt, das mittels Ethanolextraktion gewonnen wird. Entwickelt wurde es vom kanadischen Ingenieur Rick Simpson, der das Extraktionsverfahren Anfang der 2000er Jahre zur Behandlung seines Hautkrebses erfand.
Simpsons Geschichte der erfolgreichen Heilung seines Hautkrebses durch die Anwendung seines Öls führte zum späteren Ruhm des Rick-Simpson-Öls.
Simpson wurde ein Verfechter von medizinischem Cannabis zur Behandlung von Hautkrebs und hilft Krebspatienten mit Anweisungen auf seiner Website das RSO selbst herzustellen.

Ruderalis

Cannabis Ruderalis ist eine Unterart der Cannabispflanze, die in Zentralasien heimisch ist.
Obwohl sich die Wissenschaft nicht einig ist, ob Ruderalis eine separate Cannabisart ist, gilt es zusammen mit Sativa und Indica als das letzte Mitglied der Cannabisfamilie. Ruderalis hat einen niedrigen THC-Gehalt, wird aber bei den Züchtern als Quelle von Genmaterial geschätzt, vor allem aufgrund seiner Autoflowering-Eigenschaften. Es wird oft verwendet, um neue Cannabissorten zu kreieren.

Rühren

Rühren ist eine Methode zur Cannabisverarbeitung, um die Trichome aus den Knospen und Blättern heraus zu trennen. Das Pflanzenmaterial wird zunächst gekühlt und dann sanft gerührt, um die Trichome, die die Wirkstoffe der Pflanze enthalten, abzubauen. Dadurch werden sowohl die Cannabinoide als auch die Terpene sicher konserviert.

Sativa

Mit der Bezeichnung Sativa (lateinisch für kultiviert) wird eine Unterart der Cannabispflanze beschrieben. Der Begriff Sativa wird verwendet, um umgangssprachlich bestimmte Cannabissorten zu beschreiben, die hohe Stiele mit schmalen Blättern haben und einen euphorisch machenden, bewusstseinsverändernden Effekt erzeugen. Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Sativa und Indica zwei verschiedene Arten sind oder dass sie die gleichen chemischen Profile haben.
Der Begriff Sativa sollte nicht mit Cannabis Sativa, dem wissenschaftlichen Namen der Cannabispflanze, verwechselt werden.

Seed-To-Sale-Konzentrat

Seed-To-Sale-Konzentrate sind Cannabisprodukte, die von einem einzigen Unternehmen angebaut, kultiviert, geerntet, verarbeitet, verpackt und vertrieben werden. Seed-to-Sale-Produkte bieten die Garantie des Unternehmens, dass die gesamte Lieferkette nach eigenen Standards kontrolliert und überwacht wurde und keine Drittunternehmen in den Prozess einbezogen wurden.

Sinsemilla

Sinsemilla oder Sensimilla (vom spanischen Wort für „kernlos“) ist eine weibliche Cannabispflanze, die nicht von einer männlichen Cannabispflanze bestäubt wurde. Der Begriff gilt auch für die Knospen dieser Pflanzen. Nicht bestäubte Knospen produzieren deutlich mehr THC, weshalb Sinsemilla-Blüten als qualitativ hochwertig gelten.

Sorte

Cannabissorten sind genetische Varianten der Cannabispflanze, die besondere Merkmale aufweisen, sie einzigartig und unterschiedlich machen. Heute gibt es Tausende von Cannabissorten, die durch selektive Züchtung entwickelt wurden.
Die Züchter entwickeln neue Cannabissorten, um andere Ergebnisse mit der Cannabispflanze zu erzielen. Diese Ergebnisse können mit der Kultivierung (zum Beispiel Erzeugen von Pflanzen mit mehr Blüten) oder mit der therapeutischen Wirkung der Pflanze zusammen hängen.
Verschiedene Sorten enthalten unterschiedliche Mengen an Cannabinoiden und Terpenen, weshalb sie im Bereich der Cannabismedizin für unterschiedliche Zwecke verwendet werden.

Stempel

Die Stempel sind die Geschlechtsorgane der weiblichen Cannabispflanze. Durch sie werden die Pollen von männlichen Cannabispflanzen, die von Insekten, größeren Tieren, dem Wind und dem Regen befördert werden, aufgenommen. Wenn ein Stempel mit einem Pollenpartikel in Berührung kommt, entwickelt er einen Samen. Die Saatgutentwicklung ist ein notwendiger Schritt in der Fortpflanzung der Cannabispflanze, aber sie ist kontraproduktiv für die Entwicklung von harzigen Blüten, die die Wirkstoffe des Cannabis enthalten.

Terpene

Terpene sind aromatische, organische Verbindungen, die in einer Vielzahl von Pflanzen, Blumen und Gemüsesorten zu finden sind. Terpene sind weit in der Parfümherstellung und in der traditionellen Medizin verbreitet und bilden die Wirkstoffe in ätherischen Ölen.
In der Cannabispflanze findet man eine große Anzahl von Terpenen, die den Cannabissorten ihr unverwechselbares Aroma verleihen. Da Terpene von den Drüsen, die auch Cannabinoide wie THC und CBD produzieren werden, sind sie in den meisten Cannabisextrakten enthalten.
Es wird angenommen, dass Terpene einen synergetischen Effekt (als „Entourage-Effekt“ bezeichnet) haben, wenn sie zusammen mit Cannabinoiden in den menschlichen Körper gelangen. Zahlreiche Belege führen auch die Wissenschaft zu der Annahme, dass Terpene bereits allein therapeutische Wirkungen haben und ihr Vorhandensein in Cannabisprodukten die Wirkung des Cannabis erheblich verändert.

THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol)

THC ist eines der am häufigsten vorkommenden Cannabinoide in Cannabis. Diese chemische Verbindung ist verantwortlich für die berauschende, bewusstseinsverändernde Wirkung der Pflanze. Die psychoaktive Wirkung von THC war in der Geschichte der Menschheit einer der Hauptgründe für den Cannabiskonsum.
In den letzten Jahrzehnten haben Hunderte von Peer-Review-Studien das therapeutische Potenzial von THC weit über seine psychoaktive Wirkung hinaus zur Behandlung verschiedener Krankheiten wie Krebs, HIV/Aids, Parkinson, Morbus Crohn, MS, Fibromyalgie und Autismus nachgewiesen.

Trichome

Trichome sind mikroskopisch kleine, kristalline, pilzförmige Strukturen, die auf den Blüten und Blättern der Cannabispflanze sitzen, wenn das Cannabis reif ist. Sie werden von der Cannabispflanze produziert, um sich vor Raubtieren und Umweltgefahren zu schützen.
Trichome sind in der Cannabisproduktion besonders wertvoll, da sie der Teil der Pflanze sind, in dem die höchsten Mengen an Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden konzentriert sind.
Die Trennung der Trichome vom Rest der Pflanze ist das Hauptziel der Cannabisextraktion.

Trimmen

Trimmen ist der Akt des Entfernens des unnötigen Pflanzenmaterials um die Cannabisblüten herum, nachdem sie geerntet wurden. Dabei werden die Blätter und Stängel der Pflanze manuell abgeschnitten, sodass nur die Knospen, die die größte Wirkstoffkonzentration enthalten, übrig bleiben.

Vollspektrumextrakt/Hochterpen-Vollspektrumextrakt (HTFSE)

Ein Vollspektrum- oder Hochterpen-Vollspektrumextrakt ist eine Art von Cannabisextrakt, das (fast) das gesamte Spektrum an Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden aus der Cannabissorte, aus der es hergestellt wurde, enthält.
Die therapeutische Wirkung von Cannabis wird hauptsächlich durch Cannabinoide erzeugt, aber auch Terpene spielen eine wichtige Rolle bei der Art und Weise, wie medizinisches Cannabis den Körper beeinflusst. Das HTFSE kann das therapeutische Potenzial von Cannabis durch den „Entourage-Effekt“ noch weiter erhöhen.

Vaporizer

Vaporizer sind Rauchgeräte, um Cannabis durch Inhalation zu konsumieren.
Es gibt mehrere Arten von Vaporizern. Die erste Kategorie wird verwendet, um getrocknete Cannabisblüten zu verdampfen. Dies stellt eine Alternative zum Rauchen dar, da die Geräte die Blüten so weit erhitzen, dass die Cannabinoide freigesetzt werden, die Knospen aber nicht verbrannt werden. Das Ergebnis ist ein leichter Dampf, der die Lunge der KonsumentInnen weniger belastet und leichter zu rauchen ist. Vaporizer können kleine tragbare Geräte oder größere Tischgeräte sein.
Die zweite Kategorie sind Vaping-Geräte zum Verdampfen von Cannabiskonzentraten. Diese können Cannabisöl, das in Kartuschen vorgefüllt gekauft werden kann, oder stärkere Konzentrate wie Haschöl verdampfen.

Vegetative Phase

In der Cannabiskultivierung ist die vegetative Phase, eine Entwicklungsphase der Pflanze, in der sie sich auf das Wachstum ihrer Stängel und Blätter konzentriert, bevor sie das Erwachsenenalter erreicht. Dies ist eine wichtige Entwicklungsphase und sie endet, wenn die Pflanze ihre ersten Blüten bekommt und in die Blütezeit tritt.

Vollpflanze

Ein Vollpflanzen-Cannabisextrakt ist eine Art Konzentrat, das aus fast dem gesamten Pflanzenmaterial hergestellt wurde, einschließlich Blüten, Stängel und Blätter. Diese Art von Extrakt schließt auch nicht-aktives Pflanzenmaterial wie Fette, Wachse und Chlorophyll ein.

Weibliches Cannabis

Die Cannabispflanze ist zweihäusig, was bedeutet, dass sie wie viele andere Lebewesen zwei Geschlechter hat: männlich und weiblich. Weibliche Cannabispflanzen enthalten die höchsten Konzentrationen an aktiven chemischen Bestandteilen wie THC oder CBD, weshalb sie für den menschlichen Verzehr ausgewählt werden.
Weibliche Cannabispflanzen können auch von männlichen Cannabispflanzen bestäubt werden und Cannabissamen produzieren.

Wasserhasch

Wasserhasch oder „Bubble-Hasch“ ist eine Art Cannabisextrakt. Bei dieser Form von Hasch werden die Hauptwirkstoffe durch Eis, Wasser und Siebe vom Pflanzenmaterial getrennt. Es ist eine saubere, lösungsmittelfreie Methode zur Herstellung von Cannabiskonzentraten, die zu Hause durchgeführt werden kann.

Züchter

Züchter kreuzen Cannabissorten, um neue genetische Varianten der Pflanze zu produzieren.