Einloggen

Google bedingungen und datenschutz

oder anmelden mit
Anmelden

Google bedingungen und datenschutz

oder anmelden mit
Schon angemeldet Jetzt Einloggen

Abonnieren Sie uns

Kann Cannabis bei Stress helfen?
0
322
35
10 Min.
Jessica McKeil von Jessica McKeil

Überblick

Cannabis ist bereits heute eine beliebte Option für PatientInnen, die sich entspannen und Stress abbauen wollen, aber wie viel wissen wir wirklich über seine Wirkweise? Laut Forschungsergebnissen bauen die beiden am weitesten verbreiteten Cannabinoide, Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), durch ihre Interaktion mit dem Endocannabinoid-System (ECS) Stress und Angst ab.

Stress ist eine normale Reaktion auf anspruchsvolle oder bedrohliche Lebenssituationen. Unser Körper reagiert psychisch und physisch auf Stress, indem er Hormone freisetzt, die die Herzfrequenz und den Blutdruck erhöhen. Nach Beendigung der Stresssituation, so die Mayo Clinic, „sollte der Körper in einen normalen, entspannten Zustand zurückkehren. Leider führen die ständigen Komplikationen unseres modernen Lebens dazu, dass die Alarmanlagen mancher Menschen kaum noch abgeschaltet werden.“ Wenn der Stress nicht nachlässt, kann chronischer Stress Gesundheitsprobleme verursachen.

Um die Dinge noch komplizierter zu machen, wurde Stress in der Vergangenheit „vor das Loch geschoben“, um unterschiedlichste körperliche und geistige Phänomene zu beschreiben, wie Frustration, Überarbeitung, Angst, Erschöpfung, Not, Angst, Verzweiflung, prämenstruelles Syndrom, zu starke Konzentration, Verwirrung und sogar Trauer.

Angesichts des wachsenden Umfangs klinischer Studien zu Cannabis und Stress sowie des tieferen Verständnisses des Endocannabinoid-Systems als Ganzes erscheint es sehr plausibel, dass weitere Forschungsarbeiten dazu beitragen werden, die Rolle von Cannabis als wirksames und natürliches Mittel zum Stressabbau zu festigen – höchstwahrscheinlich in Kombination mit anderen Therapien und Methoden.

Die bisherigen Forschungsergebnisse legen nahe, dass CBD besonders effektiv ist und in einigen Fällen auch niedrigere Dosen THC von Vorteil sein können (in höheren Dosen jedoch Beschwerden verursachen). Da Cannabis ein etabliertes Sicherheitsprofil mit geringen Nebenwirkungen hat, kann es als nützliches Instrument zur Behandlung von Stress und Angst betrachtet werden.

Das Endocannabinoid-System

Das ECS reguliert viele physiologische und pathologische Prozesse im menschlichen Körper. Dazu gehören Stimmungsregulierung, Stressmanagement, Gedächtnisbildung und -erhaltung, Appetit, Schmerzen und Entzündungen. Das System funktioniert über ein körperweites Netzwerk aus Rezeptoren und Botenstoffen. Beide Arten von Endocannabinoid-Molekülen befinden sich in einem stetigen Wechselspiel und aktivieren bzw. deaktivieren physiologische Reaktionen im gesamten Körper. 

Es gibt zwei bekannte Endocannabinoid-Rezeptoren: CB1- und CB2-Rezeptoren. Erstere kommen hauptsächlich im Gehirn, im zentralen Nervensystem und wichtigen Organen wie Herz, Lunge und Magen-Darm-Trakt vor, letztere im gesamten Immunsystem, in der Milz, den Knochen und in der Haut. In vielen Bereichen existieren sie auch beide.

Das ECS ist ein riesiges Netzwerk von Botenstoffen, den Endocannabinoiden, die an die Endocannabinoid-Rezeptoren abgegeben werden. Als Reaktion auf physiologische oder pathologische Stressoren versucht der menschliche Körper, das System wieder ins Gleichgewicht zu bringen, indem er diese Endocannabinoid-Botenstoffe an die notwendigen Rezeptoren sendet. Endocannabinoide passen perfekt zu den Endocannabinoid-Rezeptoren, wie ein Schlüssel ins richtige Schloss. Diese Botenstoffe enthalten Anweisungen, die die Zellaktivität aktivieren oder deaktivieren. So können sie beispielsweise eine Entzündungsreaktion auslösen oder hemmen.

Neben den im Körper produzierten Cannabinoiden gibt es auch Phytocannabinoide (ähnlich gebaute Moleküle von Pflanzen), die ebenfalls mit dem ECS interagieren. Cannabispflanzen produzieren mit Abstand am meisten: Derzeit sind über 140 Cannabinoide bekannt. Wenn sie in den Körper gelangen, interagieren sie ebenfalls mit dem ECS und imitieren die Wirkung der natürlichen Endocannabinoide des Körpers.

Zwei der häufigsten Cannabinoide in Cannabis sind THC und CBD. Aufgrund der Art und Weise, wie sie mit dem ECS interagieren, sind sie das Ziel intensiver Forschung zur möglichen Behandlung von chronischen Erkrankungen und Krankheiten.

Wie das ECS mit Stress umgeht

Da das ECS eine entscheidende Rolle bei der Reaktion auf inneren Stress im Körper spielt, ist es ein beliebtes therapeutisches Ziel. Laut einer 2005 im Journal of Neuropsychopharmacology veröffentlichten Analyse des ECS und der Stressreaktion ist „die Stressreaktion eine biologische Kaskade von Ereignissen, die als Reaktion auf eine reale oder wahrgenommene Bedrohung der Homöostase eintritt“. Dies „erfordert die koordinierte Aktivierung physiologischer Systeme, um das Überleben des Organismus zu fördern“.

Akuter und chronischer Stress löst eine schnelle Reaktion der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (verschiedener Bereiche des Gehirns und der Nebennieren) aus, um die Reaktion des Körpers auf Stress zu regulieren. Zunächst kommt es dadurch zu einem sofortigen Abbau von zwei primären Endocannabinoiden: Anandamid (AEA) und 2-Arachidonoylglycerin (2-AG). Normalerweise reguliert AEA den Dopaminspiegel und kann zu einer Verringerung von Angst führen. 2-AG steht mit dem allgemeinen Wohlgefühl und einer Schmerzreduktion in Zusammenhang. Auf der grundlegendsten Ebene führt ein stressbedingter Abbau von 2-AG und/oder AEA im Allgemeinen zu einem verringerten Wohlbefinden.

Während und nach der Exposition gegenüber Stressreizen wirkt sich der Anstieg der Endocannabinoid-Aktivierung schließlich auf andere vom ECS kontrollierte Bereiche aus, einschließlich Angst, Schmerzen, Gedächtnis und Belohnungsverhalten. 

Stressbewältigung mit Cannabis – Aktuelle Forschungsergebnisse

In Umfragen wird Stress als Hauptgrund für den Konsum von medizinischem Cannabis angegeben. Stress wird von Mensch zu Mensch unterschiedlich wahrgenommen, aber allein die schiere Anzahl der PatientInnen ist ein starker Hinweis darauf, dass Cannabis einen signifikanten therapeutischen Wert hat. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Cannabis aufgrund seiner Interaktion mit dem ECS Stress verringern kann.

Von besonderer Bedeutung sind dabei die beiden häufigsten Cannabinoide: THC und CBD. Nur das erste wirkt berauschend. Das aus Cannabis gewonnene Molekül THC ist ein CB1-Agonist, d. h. es bindet perfekt an die CB1-Rezeptoren. Während CBD einen weniger direkten Mechanismus hat, glauben WissenschaftlerInnen, dass es sich dabei um einen CB1- und CB2-Rezeptor-Antagonisten handelt. Das bedeutet, dass es nicht direkt an diese Rezeptoren bindet, sondern deren Aktivität hemmt. 

Strainprint, eine mobile App, zum Nachverfolgen des Konsums von medizinischem Cannabis, hat die Zahlen von 11.953 Anwendungssituationen verglichen. Dazu gehörten 8.802 Situationen spezifisch für Stress und Angst. Die Autoren eines im Jahr 2018 im Journal of Affective Disorders veröffentlichten Artikels kamen zu dem Schluss, dass 58% der KonsumentInnen von medizinischem Cannabis einen Rückgang ihrer Stress- und Angstgefühle erlebten. Dabei scheinen Sorten mit einem hohen THC- und CBD-Gehalt besonders nützlich zur Behandlung von Stress und Angst zu sein.

In einer bekannten Studie, die in Brasilien durchgeführt und 2011 in der Zeitschrift Neuropsychopharmacology veröffentlicht wurde, untersuchten die Forscher in einer simulierten öffentlichen Rede den Einfluss von CBD auf Stress. Dabei wurden 24 PatientInnen mit sozialer Angststörung, die noch nie behandelt wurden, sowie 12 KontrollteilnehmerInnen betrachtet. Die Studie ergab, dass eine „Vorbehandlung mit CBD die Angst, die kognitive Beeinträchtigung und das Unbehagen beim Sprechen signifikant reduziert und die Alarmbereitschaft deutlich verringert“.

In einer Studie aus dem Jahr 2017, die im Journal of Drug and Alcohol Dependence veröffentlicht wurde, untersuchten Forscher die Auswirkungen von THC auf emotionale Reaktionen bei akutem psychosozialen Stress. Die Forscher verabreichten den 42 StudienteilnehmerInnen unterschiedliche THC-Konzentrationen und führten dann den Trier Social Stress Test (TSST) durch. Außerdem gab es eine Kontrollgruppe. Sie fanden heraus, dass bereits eine niedrige Dosis THC „die selbst eingeschätzte subjektive Belastung nach dem TSST signifikant reduzierte und der TSST im Anschluss als weniger bedrohlich und herausfordernd empfunden wurde“. Eine höhere Dosis hatte einen negativen Einfluss. In dieser kontrollierten Studie wurden die besten Ergebnisse mit niedrig dosiertem THC erreicht. 

Birgt ein Cannabiskonsum bei Stress Risiken? Die meisten Experten stimmen den Ergebnissen von Caroline A. MacCallum und Ethan B. Russo zu: „Cannabis hat ein besseres Sicherheitsprofil als viele andere Medikamente, ohne gemeldete Todesfälle durch Überdosierung.“ Dennoch wirkt Cannabis psychoaktiv und sollte immer mit Vorsicht behandelt werden. So haben beispielsweise Kinder und Jugendliche bei Sorten mit hohem THC-Gehalt ein höheres Risiko für Nebenwirkungen. Vor dem Konsum von Cannabis sollte man dies stets mit einem Arzt besprechen. 

In welchen Ländern ist Cannabis zur Behandlung von Stress zugelassen?

Stress geht oft mit anderen Erkrankungen und chronischen Krankheiten wie Krebs, Multipler Sklerose und chronischen Schmerzen einher. Dies sind in den USA auch die drei häufigsten Zulassungsbedingungen für Cannabis. Solange er nicht im Zusammenhang mit einer chronischen Krankheit behandelt oder so schlimm wird, dass eine Angststörung entsteht, ist Stress in den USA unter normalen Umständen keine ausreichende Bedingung für die Verschreibung von medizinischem Cannabis.

Die kanadische Regierung hat medizinisches Cannabis im Jahr 2001 zugelassen. Im kanadischen System müssen Ärzte strenge Protokolle befolgen, um Cannabis verschreiben zu können. Kanadische Ärzte müssen sich jedoch nicht an einer Referenzliste für notwendige Voraussetzungen orientieren, wie es in den USA üblich ist. Im dortigen Modell können PatientInnen für jede Krankheit ein Rezept für medizinisches Cannabis erhalten, solange ihr Arzt zustimmt.

Es gibt eine Handvoll weiterer Länder, die ebenfalls Programme für medizinisches Cannabis haben, darunter Israel, Deutschland, Australien und Thailand. Die medizinische Nutzung der Pflanze wird derzeit schnell ausgeweitet und viele Programme stecken noch in den Startlöchern. Es gibt weltweit über 30 Länder, die eine gewisse medizinische Nutzung der Pflanze ermöglichen. Dabei ist allerdings Kanadas liberale Politik bezüglich der nötigen Voraussetzungen nicht die Regel. Vor allem in neuen Märkten sind die Voraussetzungen oft sehr restriktiv und variieren von Land zu Land.

Letzte Worte zu Cannabis und Stress

Bisher war Cannabis eine therapeutische Option für Menschen, die Stress abbauen und ihre Angst regulieren wollten. Dies war immer einer der wichtigsten Gründe für den Konsum von medizinischem Cannabis, auch wenn Stress es in den USA nicht auf die Liste der nötigen Voraussetzungen geschafft hat – oder zumindest noch nicht. Angesichts des wachsenden Umfangs klinischer Studien zu Cannabis und Stress sowie des tieferen Verständnisses des Endocannabinoid-Systems als Ganzes erscheint es sehr plausibel, dass weitere Forschungsarbeiten dazu beitragen werden, die Rolle von Cannabis als wirksames und natürliches Mittel zum Stressabbau zu festigen – höchstwahrscheinlich in Kombination mit anderen Therapien und Methoden.

Die bisherigen Forschungsergebnisse legen nahe, dass CBD besonders effektiv ist und in einigen Fällen auch niedrigere Dosen THC von Vorteil sein können (in höheren Dosen jedoch Beschwerden verursachen). Da Cannabis ein etabliertes Sicherheitsprofil mit geringen Nebenwirkungen hat, kann es als nützliches Instrument zur Behandlung von Stress und Angst betrachtet werden.

Über Stress

Überblick

Stress ist die natürliche Reaktion des Körpers auf herausfordernde Situationen. Wenn Sie sich gestresst fühlen, setzt Ihr Körper Hormone frei, durch die sich Ihr Körper an den Stress anpassen kann. Zu diesen Hormonen gehören Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. 

Stress kann auch eine gute Sache sein. Er erzeugt auf einen Schlag sehr viel Energie, durch die man ein schwieriges Rennen oder seine Arbeit schaffen kann. Mittels Stress reagiert der Körper schnell auf physische Bedrohungen, wie zum Beispiel die Abwehr eines Angreifers oder die Flucht vor einem Raubtier. Aber wenn der Stress zu lange andauert, dann erschöpft dies den Körper und es entwickeln sich ernsthafte körperliche Probleme. Diese Art von Stress wird als Langzeit- oder chronischer Stress bezeichnet.

Jeder Mensch hat hin und wieder Stress, aber viele Menschen fühlen sich heutzutage ständig gestresst. Im Rahmen der TK Stressstudie gaben mehr als die Hälfte der Befragten an gestresst zu sein, d.h. sechs von zehn Menschen in Deutschland fühlen sich gestresst – unabhängig davon, ob beruflich oder privat

Symptome

Chronischer Stress kann jeden Teil Ihres Lebens beeinflussen – Ihre körperliche Gesundheit, Ihre Stimmung und Ihr Verhalten. Zu den körperlichen Symptomen von Stress gehören:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Verdauungsstörungen und Magenschmerzen
  • Schneller Herzschlag, erhöhter Blutdruck, Brustschmerzen oder Herzklopfen
  • Hyperventilation oder das Gefühl, dass man nicht richtig atmen kann
  • Veränderung der Sexualfunktion
  • Gewichtszunahme oder -abnahme
  • Schwitzen 
  • Benommenheit 
  • Muskelschmerzen und Verspannungen
  • Schlaflosigkeit

Stress kann auch bestehende körperliche Probleme wie Herzerkrankungen, Lungenerkrankungen, Krebs und chronische Schmerzen verschlimmern. 

Er kann einen schweren Einfluss auf die Stimmung und die psychische Gesundheit haben, was zu Depressionen, Panikattacken und Angststörungen führen kann. 

Das Ignorieren von Symptomen des Langzeitstresses kann zur Entwicklung ungesunder Gewohnheiten beitragen, zum Beispiel: schlechte Ernährung, was zu Übergewicht und Diabetes führt; schlechter Schlaf, was das Risiko für Herzerkrankungen erhöht, und nervöse Tics, wie an den Haaren fummeln oder an den Fingernägeln kauen. Gesundheitliche Probleme, die durch Stress verursacht oder verschlimmert werden können, sind unter anderem:

  • Arrhythmie (unregelmäßiger Herzschlag)
  • Depressionen oder Angststörungen
  • Herzkrankheiten und Herzinfarkte
  • Häufigerer Asthma- und Arthritisanfälle 
  • Reizdarmsyndrom, chronische Verdauungsprobleme und Magengeschwüre
  • Fruchtbarkeitsprobleme
  • Akne, Ekzeme, Psoriasis und andere Hautprobleme
  • Atherosklerose (Arterienverkalkung)

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Jeder Mensch fühlt sich von Zeit zu Zeit gestresst. Er wird jedoch zu einem Problem, wenn man sich immer oder meistens gestresst und nie oder selten entspannt fühlt. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Ihre Stresssymptome nicht mehr unter Kontrolle haben, sollten Sie einen Arzt oder einen Therapeuten aufsuchen, um bessere Bewältigungsstrategien zu finden.

Ursachen

Es gibt viele Dinge im Leben, die uns Stress verursachen. Diese werden als Stressoren bezeichnet. Stressoren können sogar gute oder schöne Ereignisse sein, wie die Geburt eines Babys oder eine Hochzeit. Sie gelten zwar als positive Ereignisse, können aber ein erhebliches Maß an Stress verursachen. Die Menschen werden durch die unterschiedlichsten Dinge gestresst, aber einige der häufigsten Ursachen sind:

  • Signifikante lebensverändernde Ereignisse wie:  
    • Geburt oder Todesfall in der Familie  
    • Heirat oder Scheidung
    • Neuer Arbeitsplatz oder Verlust des Arbeitsplatzes
    • Umzug 
    • Eigene Erkrankung oder Erkrankung eines Familienmitglieds 
  • Traumatische Ereignisse, wie sexueller Missbrauch, Gewalt oder das Erleben einer Naturkatastrophe
  • Überlastung  
  • Familien- oder Beziehungsprobleme

Manchmal gibt es keine spezifischen äußeren Ursachen für Stress. Stattdessen liegen die Stressoren im Inneren einer Person. Stress ist oft mit Depressionen und Angstzuständen verbunden. Er verschlimmert die Depressionen und Ängste, was wiederum zu noch mehr Stress führt – ein Teufelskreis.

Behandlung

Die beste Methode gegen Stress ist, die Stressoren aus Ihrem Leben zu entfernen. Wenn Sie kurzfristigen Stress haben, werden sich Ihre Symptome wahrscheinlich nach Beendigung des stressigen Ereignisses geben. Allerdings ist es nicht so einfach, langfristige Stressoren loszuwerden. 

Die gute Nachricht ist, dass es viele Möglichkeiten gibt, die Auswirkungen von Stress auf Ihr Leben zu reduzieren und die Auswirkungen Ihrer Stresssymptome zu lindern. Einige der wichtigsten Strategien sind:

  • Gesunde Ernährung. Vermeiden Sie Fast Food und verarbeitete Lebensmittel, die Ihre Stresssymptome verschlimmern. Versuchen Sie, regelmäßige Mahlzeiten zu sich zu nehmen, anstatt zu naschen. Im Allgemeinen gilt mehr Gemüse und weniger Fleisch als gesündere Ernährung. 
  • Ausreichend Schlaf. Wenn Sie einen erholsamen Schlaf haben, lassen Sie sich nicht so leicht stressen. Langfristiger Schlafmangel erhöht den Hormonspiegel ebenso, wie chronischer Stress. 
  • Regelmäßige Bewegung. Wenn Ihr Körper gesund ist, kann er besser mit Stress umgehen. Beim Sport werden auch Endorphine ausgeschüttet. Das sind Hormone, die die Stimmung heben und das Wohlbefinden steigern, so dass Sie besser mit Stresssituationen umgehen können. 
  • Entspannungstechniken. Praktiken wie Yoga, Meditation und Tai Chi helfen, Stress loszulassen und die Schwierigkeiten des Lebens hinter sich zu lassen. 
  • Vermeiden Sie Alkohol, Drogen und andere Suchtmittel sowie zwanghaftes Verhalten wie Glücksspiel oder übermäßiges Essen. Diese Verhaltensweisen können Ihre Stresssymptome kurzfristig unterdrücken, aber sie sorgen dafür, dass Sie sich langfristig schlechter fühlen. 
  • Verbringen Sie Zeit mit Freunden und Familie. Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass das Zusammensein mit Menschen, die sich gegenseitig unterstützen und eine positive Einstellung fördern, eine positive Wirkung auf Stresssymptome hat. 
  • Lernen Sie, Grenzen zu setzen und Nein zu sagen. So vermeiden Sie, dass Sie am Ende mit Aufgaben überlastet sind und sich durch eine volle Aufgabenliste überfordert fühlen. 
  • Tiefe Atemübungen. Diese helfen Ihnen, sich zu entspannen, Stresssymptome zu überwinden, sich auf das Positive zu konzentrieren und sich vom Stress zu lösen.

Weitere Therapien zur Stressbewältigung

Viele Menschen mit chronischem Stress bemerken, dass sie ihre Stresssymptome nicht allein durch Lebensstiländerungen und selbstgesteuerte Strategien überwinden können. Sie wenden sich daher alternativen Behandlungsmethoden und Therapien zu. Zu den beliebtesten gehören:

  • Aromatherapie. Starke ätherische Öle wie Lavendel und Zedernholz können das Gehirn stimulieren und die Produktion von Glückshormonen ankurbeln, um den Stresshormonen entgegenzuwirken. 
  • Kognitive Verhaltenstherapie (KVT). Durch eine KVT können Sie Stress abbauen, da Sie dort lernen, wie Sie den Kreislauf von Reaktionen auf Stressoren durchbrechen können. Sie wird in der Regel von einem ausgebildeten Therapeuten geleitet und findet einmal pro Woche für etwa zwei bis drei Monate statt. 
  • Cannabidiolöl. Cannabidiol (CBD) wird aus der Cannabispflanze gewonnen. Es wirkt nicht berauschend, aber kann Stress lindern und beim Entspannen helfen. 
  • Pflanzliche Stoffe und Nahrungsergänzungsmittel. Es gibt wenig wissenschaftliche Belege, aber viele Menschen finden, dass pflanzliche und Nahrungsergänzungsmittel wie Kamillentee ihre Stresssymptome lindern können. 
  • Akupunktur. Akupunktur ist eine Behandlungsmethode der traditionellen chinesischen Medizin, die sehr feine Nadeln verwendet, um den Energiefluss im Körper neu auszurichten und hilft beim Abbau von Stress. 
  • Antidepressiva und Angstlöser. Manchmal werden Stresssymptome von einem anderen chronischen Problem der psychischen Gesundheit wie Ängsten oder Depressionen ausgelöst. In diesen Fällen sollten Sie mit einem Arzt besprechen, ob ein Medikament gegen Ängsten oder Depressionen das Richtige für Sie ist. 

Psychotherapie. Auch das Aufsuchen eines Psychologen, Psychiaters oder einer anderen Art von Therapeuten kann für den Umgang mit chronischem Stress nützlich sein.

Schreibe einen Kommentar

Ähnliche Krankheiten
X
X
X